„Vergiss deinen Namen nicht-Die Kinder von Auschwitz“

Sonderausstellung „Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von Auschwitz“

1.August bis 15. September 2017

Alwin Meyer hat über viele Jahre nach Überlebenden der Auschwitz-Lager gesucht. In seinem gleichnamigen Buch wie in dieser daran angelehnten Ausstellung stellt er die Geschichten dieser Kinder vor. Über 1.3 Millionen Menschen wurden zwischen 1940 und 1945 nach Auschwitz verschleppt. Auschwitz – Birkenau war ein Vernichtungslager insbesondere für die europäischen Juden, aber auch Sinti und Roma, sowjetische Kriegsgefangene, nichtjüdische Polen und andere Häftlingsgruppen wurden nach Auschwitz verschleppt. Darunter waren rund 232000 Säuglinge, die zum Teil unter unvorstellbaren Bedingungen zur Welt gekommen waren, und Kinder zwischen ein und 17 Jahren. Die Befreiung von Auschwitz am 27.1.1945 haben die wenigsten erlebt. 650 Kinder wurden vorgefunden, körperlich und seelisch verletzt, die meisten ohne Familienangehörige, die selbst nicht am Leben geblieben waren. Einige starben nach der Befreiung.
Alwin Meyers Arbeit trägt erheblich dazu bei, die Namen, die Gesichter und Geschichten, die sich hinter den Zahlen verbergen, sichtbar zu machen. Wie sich ein Leben nach Auschwitz führen lässt, hat jedes dieser Kinder für sich selbst herausfinden müssen. Die Ausstellung beeindruckt ebenso mit ihren Erzählungen von Lebensmut und Neuanfang, genauso wie der Unmöglichkeit, die Erinnerung an Auschwitz zurückzulassen.
Im Rahmenprogramm zeigen wir am 08.September, um 18:00 Uhr das Theaterstück „Ich lebe noch!“ des Jugendtheaters Odos.

Das Foto zeigt Ruth und Robert Büchler aus der Slowakei, die 1944 mit ihren Eltern nach Auschwitz deportiert wurden. Robert überlebte als Einziger der Familie.
© Archiv Alwyn Meyer