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Ausstellungseröffnung 23. Juli 17:00 Uhr

Am Donnerstag, dem 23. Juli eröffnen wir eine weitere Sonderausstellung im Dokumentationszentrum Prora:

„Die Rosenburg – Das Bundesjustizministerium im Schatten der NS-Vergangenheit“

Die Ausstellung ist Teil der Aufarbeitung der Geschichte des Justizministeriums. Ein Team von Wissenschaftlern unter der Leitung des Historikers Prof. Manfred Görtemaker und des Juristen Prof. Christoph Safferling hat seit 2012 im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) mit dem „Rosenburg-Projekt“ untersucht, wie das Justizministerium in den 1950er und 60er Jahren mit der NS-Vergangenheit seiner Mitarbeiter, den personellen und sachlichen Kontinuitäten, der Verfolgung von Verbrechen im Zusammenhang mit dem Holocaust sowie mit Amnestie und Verjährung umging. Die Ergebnisse des Abschlussberichts „Die Akte Rosenburg“ wurden in einer Wanderausstellung erstmals 2017 vorgestellt. Diese gliedert sich in neun Bereiche, die durch Stelen und Multimedia-Inhalte repräsentiert werden. Sie nähern sich u.a. durch Biographien oder Original-Aussagen dem jeweiligen Thema an. Ziel dieser Ausstellung ist es, die Erkenntnisse der „Akte Rosenburg“ einem breiten Publikum vorzustellen und dadurch das Bewusstsein für das historische Unrecht zu schärfen.

Zu Eröffnung sind Sie herzlich eingeladen. Es sind die bekannten Hygienemassnahmen in der Coronapandemie wie Abstandsregeln und das Tragen eines Mund-Nasenschutzes zu beachten. Da wir auch eine Begrenzung der Teilnehmerzahl zu beachten haben, bitten wir um Anmeldung bis zum 22. Juli:

Ansprechpartnerin:Katja Lucke-Dokumentationszentrum Prora/Büro Berlin-Tel.:030/27594166, Email: lucke@prora.eu

berlin-web.de/prora

Prora virtuell

Der 17. Mai ist der Internationale @Museumstag. Dafür präsentieren wir Prora virtuell! Mit dem link können Sie Prora von oben erleben – und einzelne Plätze auch ganz aus der Nähe. Der Link lässt sich in diesem Fenster leider nicht anklicken, Sie können das oben auf der homepage.

26.3. 17.00 Uhr Ausstellungseröffnung „Die Körper der SS“

Für das Themenjahr 2016 „Körperkultur – Schönheit, Hygiene, Selbstbild“ der Museumsinitiative Ostwestfalen-Lippe e.V. hat das Kreismuseum Wewelsburg eine Sonderausstellung erarbeitet, die Körperbilder, Körpervorstellungen und Körperideale des Nationalsozialismus im Allgemeinen und der SS im Besonderen in den Blick nimmt. Dieser Ansatz nimmt Forschungsstränge auf, die in den vergangenen Jahren, etwa in der Dissertation von Paula Diehl unter dem Titel „Macht – Mythos – Utopie. Die Körperbilder der SS-Männer“, breitere Beachtung gefunden haben.

Ziel der Ausstellung ist einerseits, das körperbasierte Denken in der Ideologie des Nationalsozialismus im Allgemeinen sowie der SS im Speziellen darzustellen und andererseits die Auswirkungen dieses menschenverachtenden Denkens auf die von den Nationalsozialisten definierten „Gegner“ des Systems beispielhaft und biographisch zu ergründen. Die Definition der angeblichen „Gegner“ wurde dabei im Grundsatz ebenso durch körperliche Merkmale vorgenommen oder zumindest begründet, wie die Definition der „Volkszugehörigen“.

In Publikationen, Reden, Bauten und mörderischen Handlungen ihrer Mitglieder und Führer ist eine besonders nachdrückliche Radikalisierung der skizzierten Körperideale bei der Schutzstaffel (SS) festzustellen. Die Körper der SS-Männer sollten im Sinne ihrer kriegerischen Funktion geformt sein und eine rassistische „Elite“ bilden. Sie sollten „hart“ und „stark“ werden und das sowohl in körperlicher als auch mentaler Hinsicht. Der SS-Mann hob sich zusätzlich durch die speziell gestalteten schwarzen Uniformen von der Masse der „Volksgenossen“ ab. Auch das Frauenbild der SS zeigt ein radikalisiertes Körperverständnis: Die Frau des SS-Mannes sollte nach dem Willen der SS-Führung eine „Gefährtin“ des Mannes sein, die ihn „stärkt“, ihm im Sinne des Elitegedankens der SS vermeintlich „rassisch“ wertvolle Kinder gebärt.

Demgegenüber zeigt sich auch der Umgang mit als Gegnern definierten Personengruppen, zunächst im innerdeutschen Bereich und später in den besetzten Gebieten Osteuropas als stetige Radikalisierung und Umsetzung des elitären Körperverständnisses der SS. Inhaftierung, Folter, willkürliche Massaker sowie die Morde in den Konzentrationslagern, verübt an osteuropäischen Volksgruppen, an Menschen jüdischen Glaubens, an Sinti und Roma und an vermeintlich „rassischen“ oder „politischen Gegnern“ belegen die entfesselte Brutalität und Willkür gegenüber angeblich „gegnerischen Körpern“. 

Die Sonderausstellung wurde mit Zuschüssen der Landeszentrale für politische Bildung NRW finanziert und vom 27.3. bis 16.8.2020 im Dokumentationszentrum Prora gezeigt.

1. – 25. Dezember geschlossen!

Vom 1. bis zum 25. Dezember haben wir geschlossen. Über die Weihnachtsferien ab dem 26. Dezember haben wir wieder für Sie geöffnet, bis zum 6. Januar von 10:00 bis 18:00 Uhr, danach von 10:00 bis 16:00 Uhr.

8.September Tag des offenen Denkmals

Tag des offenen Denkmals:
„Umbrüche in Kunst und Architektur“

Das Dokumentationszentrum Prora bietet für seine Besucher*innen an diesem Tag bei ermäßigtem Eintritt in die Ausstellungen kostenfrei drei Rundgänge auf dem Gelände der als „KdF-Seebad Rügen“ geplanten historischen Anlage in Prora an. Die zu NS- Zeiten gebaute „Empfangshalle“ wird zugänglich sein, die zu DDR-Zeiten vorwiegend als Sporthalle und nach der Wende u.a. zum Skaten genutzt wurde. Zu besichtigen ist auch der landseitige „Theaterbau“, der zuletzt als „Rügens größte Diskothek“ genutzt wurde, aber bereits seit drei Jahren geschlossen ist und demnächst saniert werden soll. Noch gibt es Gelegenheit, diese historischen Spuren vor den anstehenden baulichen Veränderungen zu sehen. Die „Empfangshalle“ ist nur ausnahmsweise im Rahmen dieser Rundgänge zu besichtigen, weil sie aus baulichen Gründen ansonsten nicht zugänglich ist.

Die Rundgänge starten um 11:15 Uhr, 14:00 Uhr und 16:00 Uhr
und dauern etwa 2 Stunden. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.
(prora[at]prora.eu, 038393/13991)

Bild: Blick in die Empfangshalle. Foto: Marco Esseling, 2019

19. Mai Internationaler Museumstag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Internationalen Museumstag am 19. Mai bieten wir um 11:15, 14:00 und 16:00 Uhr kostenlose Rundgänge in die für das „KdF-Seebad Rügen“ geplante Empfangshalle, in der täglich 1500 Urlauber empfangen werden sollten. In der DDR diente sie der NVA als Sporthalle. Die Halle ist sonst für Besucher nicht zugänglich.

„Die Wilhelmstraße 1933-1945“

„Die Wilhelmstraße 1933-1945“
Eine Ausstellung der Stiftung Topographie des Terrors.

Die Wilhelmstraße in Berlin wurde Anfang des 19. Jahrhunderts zum Sitz der wichtigsten Ministerien Preußens, seit 1871 auch des Deutschen Reichs und später des NS-Staats. Im allgemeinen Sprachgebrauch wurde sie zum Synonym für „Die Deutsche Regierung”. Sie war nicht nur die traditionelle Regierungsmeile Deutschlands sondern auch der Ort, an dem die NS-Elite sich und die „NS-Volksgemeinschaft“ inszenierte. Mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 bezogen die Nationalsozialisten das Regierungsviertel. Sie prägten es auf mehrfache Weise: durch die Ansiedlung neuer Behörden, die Umstrukturierung bestehender Behörden, umfangreiche Neu- und Umbauten und durch die Nutzung der Straße selbst als politische Bühne. Die Ausstellung zeigt diese sichtbaren und unsichtbaren Veränderungen, die Instrumentalisierung einer Straße im NS ideologischen Sinn. Neben den Ministerien befanden sich zentrale Täterinstitutionen wie Gestapo, Sicherheitsdienst und Reichssicherheitshauptamt, in dem der europaweite Völkermord vom Schreibtisch aus organisiert wurde, als auch der Wilhelmplatz, auf dem immer wieder Menschenansammlungen zusammenkamen, um einen Blick auf Hitler auf dem eigens 1935 angebauten „Führerbalkon“ der Reichskanzlei werfen zu können. Heute existiert ein großer Teil dieser Gebäude nicht mehr, darunter das Palais des Reichspräsidenten, das Preußische Staatsministerium und die Reichskanzlei. Noch erhaltene Gebäude wurden von der Regierung der DDR und werden seit 1991 von der Bundesrepublik Deutschland genutzt.
In der Ausstellung wird das NS Regierungsviertel als begehbares Modell gestaltet. Was in den jeweiligen Gebäuden in der Nazi-Zeit geschah, verbirgt sich in kleinen Kabinetten, die durch Türen in personengroßen Fotowänden zugänglich werden.

14. Oktober Tag der offenen Tür

 

Am 14. Oktober veranstalten wir einen Tag der offenen Tür. Wir wollen gerade auch interessierten Rüganern nach der touristischen Hochsaison Zugang zu unseren Räumen geben. Außerdem möchten wir allen eine zweite Chance geben, die am Tag des offenen Denkmals am 9. September nicht mehr an den Führungen teilnehmen konnten, da diese überlaufen waren. Wir bieten an diesem Tag also freien Eintritt in alle unsere Ausstellungen an, und darüber hinaus um 11:15 und 14:00 Uhr Führungen in die sonst nicht zugängliche „Empfangshalle“, lange Sporthalle der NVA, und ein Treppenhaus im Block 3. 
Damit nicht wieder Leute umsonst anfahren, weil die Gruppengröße aus Sicherheitsgründen beschränkt werden muss, machen wir diesmal eine Teilnehmerliste. Alle Interessierten bitten wir, sich bis zum 12.10. per Email – post@prora.eu, oder telefonisch unter 038393/13991 anzumelden.

 

Ein Flur in Block 3