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21.Mai Internationaler Museumstag_kostenlose Führungen im Block 5

Am 21.5.2023 ist der diesjährige Internationale Museumstag. Auch in diesem Jahr bieten wir gemeinsam mit dem Prora-Zentrum Rundgänge im Gelände der als „KdF-Seebad“ geplanten historischen Anlage an.

Bei dem Rundgang wird die Begehung der „Liegehalle“ im Block V, dem nördlichsten intakten „Bettenhaus“, möglich sein, die in einigen Jahren der neue Standort des Bildungs- und Dokumentationszentrums Prora sein wird. Dieser Bauabschnitt ist noch unsaniert und weist historische Spuren der verschiedenen Zeitfenster auf, die es zu entdecken gilt. Auch im Gelände begeben wir uns auf Spurensuche.

Klicken Sie auf das Bild für eine digitale Animation zum Block 5

Die Rundgänge beginnen stündlich von 11.00 Uhr bis einschließlich 16.00 Uhr vor der „Liegehalle“ im Block V (Nordstrand, Kamm 7, neben der Jugendherberge Prora) und enden im Dokumentationszentrum Prora oder wahlweise dem Prora-Zentrum. Die Rundgänge sind kostenfrei. Um eine Anmeldung wird bis zum 20.5.um 19.00 Uhr gebeten.

Bitte melden Sie sich unter lucke@prora.eu oder Telefon 038393-13991 an.

Der Eintritt in die Ausstellungen ist an diesem Tag ermäßigt.

Sie sind herzlich eingeladen!

Foto: eine Liegehalle im Bau, 1939, Kreisarchiv Vorpommern-Rügen.

 

„Beate und Serge Klarsfeld. Der Kampf gegen das Vergessen.“

11. Mai- 31. Oktober:
„Beate und Serge Klarsfeld. Der Kampf gegen das Vergessen.“

Eine Ausstellung des Mémorial de la Shoah, Paris

Vor mehr als 50 Jahren versetzte Beate Klarsfeld 1968 Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger eine Ohrfeige, um auf dessen nationalsozialistische Vergangenheit aufmerksam zu machen. Vor mehr als 40 Jahren veröffentlichte Serge Klarsfeld 1978 das Gedenkbuch für die deportierten französischen Juden (Mémorial de la déportation des Juifs de France). Seit vielen Jahrzehnten setzen sich Beate und Serge Klarsfeld dafür ein, dass die Verbrechen der Nationalsozialisten nicht in Vergessenheit geraten und die Täter strafrechtlich verfolgt werden.

Die Ausstellung dokumentiert anhand zahlreicher bisher unveröffentlichter Dokumente und einzelner Objekte diesen Kampf der Klarsfelds gegen das Vergessen und geht dabei auch der persönlichen Geschichte des deutsch-französischen Ehepaars nach. Das Mémorial de la Shoah hat die erstmals 2017 in Paris gezeigte Ausstellung in enger Abstimmung mit den Klarsfelds vollständig überarbeitet und in eine deutsche Fassung überführt.

 

10. September Tag des offenen Denkmals

Das Dokumentationszentrum Prora lädt gemeinsam mit dem Prora-Zentrum und der Staatlichen Bau- und Liegenschaftsabteilung Mecklenburg Vorpommern am Tag des offenen Denkmals zu einer Begehung der „Liegehalle“ im Block V ein, dem nördlichsten intakten „Bettenhaus“ der als „KdF-Seebad Rügen“ in Prora geplanten historischen Anlage. Die „Liegehalle“ war meeresseitig als über alle Geschosse geöffneter Bauabschitt geplant, der auch bei kühlem Wetter die frische Ostseebrise im Liegestuhl ermöglichen sollte.

Dieser ansonsten nicht zugängliche Bauabschnitt ist noch unsaniert und weist historische Spuren aus der bauzeitlichen NS-Zeit und den Nachnutzungen zu DDR-Zeiten bis heute auf, die es zu entdecken gilt.

Die Rundgänge beginnen stündlich von 11.00 Uhr bis einschließlich 16.00 Uhr vor der

„Liegehalle“ im Block V (Nordstrand, Kamm 7, neben der Jugendherberge Prora).

Die Rundgänge und der Eintritt in das Dokumentationszentrum Prora sind kostenfrei.

Um eine Anmeldung wird bis zum 9.9. um 19.00 Uhr gebeten.

Ansprechpartnerin: Katja Lucke  lucke@prora.eu

Telefon 038393/13991

Sie sind herzlich eingeladen!

Foto: Block V heutiger Zählung in Prora, im Vordergrund an der Fassade hervorstehend die Liegehalle. Aufnahme von einem Baukran Sommer 1940, mit KI koloriert, (c) Dokumentationszentrum Prora

„Postcriptum – ‚Ostarbeiter‘ im Deutschen Reich“

Foto: Archiv Memorial International

11. August 2022 bis 28. Februar 2023

„Postscriptum – ‚Ostarbeiter‘ im Deutschen Reich“

Eine Ausstellung der Gesellschaft Memorial, Moskau
in Zusammenarbeit mit dem Museum Berlin- Karlshorst und dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Schöneweide

Die Ausstellung „Postscriptum“ der Gesellschaft Memorial erinnert an die sowjetischen Frauen, Männer und Kinder, die während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeit für das NS-Regime leisten mussten. Sie wurde im Rahmen eines Bildungsprojekts mit Moskauer Schüler*innen und Studierenden erarbeitet und von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ gefördert.

26 Millionen Menschen aus ganz Europa wurden zur Zwangsarbeit verpflichtet, darunter etwa 9 Millionen aus der Sowjetunion. Nach Schätzungen leisteten 6,4 Millionen in den besetzten sowjetischen Gebieten Zwangsarbeit, weitere 2,8 Millionen wurden in das Deutsche Reich verschleppt. Diese so genannten „Ostarbeiter“ bildeten unter den 13 Millionen Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen im Deutschen Reich die größte Gruppe. Gekennzeichnet mit dem Abzeichen „OST“, waren sie extrem schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen ausgesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhren diese Menschen weder in Deutschland noch in der Sowjetunion eine Anerkennung ihres erlittenen Unrechts.
Die in der Ausstellung präsentierten persönlichen Dokumente und Fotografien sind erstmalig in Deutschland zu sehen.

31. Januar Wiederöffnung

Ab Montag, dem 31. Januar 2022 öffnen wir unser Dokumentationszentrum Prora wieder.

Die Wiederöffnung erfolgt gemäß der Coronaverordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Diese verlangt auch die Einhaltung bestimmter Coronaregeln, wie der 2G-Plus Regel (doppelt geimpft plus Booster ODER doppelt geimpft plus negativer Test, Details finden Sie auf der Seite Besucherinformationen).

 

Sie können vor Ihrem Besuch Prora auch von zu Hause auf dem Sofa erkunden, mit unserer Animation, die virtuell den Weg eines Urlaubers durch die Empfangshalle bis ins Urlauberzimmer nachgeht – faktisch hat ihn im unvollendet gebliebenen Seebad ja nie ein Urlauber genommen:

Oder Sie überfliegen Prora per Drohne:

 

 

3. Oktober 18:00 Uhr Podiumsgespräch „Der Erinnerungsort Prora-Das Ringen um einen angemessenen Umgang“

3. Oktober 18:00 Uhr: 

„Der Erinnerungsort Prora-Das Ringen um einen angemessenen Umgang“

Über die Frage des Umganges mit einer der größten architektonischen Hinterlassenschaften des Nationalsozialismus aus erinnerungspolitischer und denkmalschützerischer Sicht werden ausgewiesene Expert*innen diskutieren. 

Im Gespräch:

Prof. Dr. Stefanie Endlich, Universität der Künste Berlin

Dr. Alexander Schmidt, Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Nürnberg

Dieter Holz, Bürgermeister von Sassnitz

Dr. Markus Sommer-Scheffler, ehem. Denkmalpflege/Landkreis Vorpommern Rügen.

Moderation: Katja Lucke, Dokumentationszentrum Prora

 

Foto: Ruine der nördlichen Empfangshalle mit Blick auf den sanierten Block IV, Marco Esseling 2019

12. September Tag des offenen Denkmals

12. September: Tag des offenen Denkmals 
„Sein und Schein- in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“,
kostenfreie Rundgänge in die „Empfangshalle“, ein Treppenhaus und ein Urlauberzimmer  des geplanten „KdF-Seebades“
um 10.00 Uhr, 12.00 Uhr, 14.00 Uhr und 16.00 Uhr:
(mit obligatorischer Anmeldung unter Angabe von Adressdaten, siehe unten Kontakt) Anmeldung bis Samstag 11.9. 18:00 Uhr.
An diesem Tag ist der Eintritt in alle unsere Ausstellungen frei.

17.September 16:00 Uhr  Kuratorenführung in der Ausstellung „Von Prora hinter die Fronten“

17.September 16:00 Uhr 
Kuratorenführung in der Ausstellung
„Von Prora hinter die Fronten –
Vergessene Opfer deutscher Polizeibataillone“,
kostenfreie Führung durch den Kuratoren der Ausstellung, Marco Esseling
(mit Anmeldung, bis Donnerstag 16.9. 15:00 Uhr!)

Von 1940 bis 1942 wurden im rohbaufertigen „KdF-Seebad Rügen“ Polizeieinheiten ausgebildet, welche dann in verschiedenen von Deutschland besetzten Ländern eingesetzt wurden, von den Niederlanden bis in die Sowjetunion, von Norwegen bis Griechenland. Diese Ausstellung behandelt die Ausbildung in Prora und die Einsätze der Polizisten in diesen Ländern.

Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung

1. Juni bis 20. August 2021:

Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung,


eine Ausstellung der Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH (IBB Dortmund, Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ Minsk (IBB Minsk) in Zusammenarbeit mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

Malyj Trostenez, heute ein Vorort von Minsk, war zwischen Frühjahr 1942 und Sommer 1944 die größte Vernichtungsstätte auf dem Gebiet der besetzten Sowjetunion. Um die Spuren zu verwischen, ließen die Mörder Ende 1943 die Leichen der Opfer ausgraben und verbrennen. Eine sowjetische Kommission zur Untersuchung nationalsozialistischer Verbrechen schätzte im August 1944 206.500 Opfer – vor allem belarussische, österreichische, deutsche und tschechische Juden, aber auch Partisanen, Widerstandskämpfer und sowjetische Kriegsgefangene. Nach 1945 entstanden sowjetische Erinnerungszeichen, große Gedenkanlagen wurden 2015 und 2018 feierlich eröffnet.

Ein Video über den Vernichtungsort finden Sie auf der Seite Sonderausstellungen.

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