KZ Uckermark

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

17. Juni bis 1. August 2021:

Von 1942 bis April 1945 wurden im KZ Uckermark ca. 1200 Mädchen und junge Frauen inhaftiert. Sie lebten dort unter extremen Bedingungen: Sie wurden gequält und misshandelt, sie mussten Zwangsarbeit leisten, bekamen kaum zu essen, dafür aber viele Strafen. Überlebende berichteten von einem Redeverbot.

Im Januar 1945 wurde auf einem Teil des Geländes ein Vernichtungsort für Häftlinge aus Ravensbrück und anderen Konzentrationslagern errichtet. Bis April 1945 wurden dort und in Ravensbrück 5000 – 6000 Frauen ermordet. Bis heute ist immer noch wenig über die Geschichte dieses Konzentrationslagers bekannt, Dokumente und Bilder fehlen bislang.

Die dort Inhaftierten zählten lange Zeit zu den vergessen gemachten Verfolgten des Nationalsozialismus und haben kaum öffentliche Anerkennung oder Rehabilitation erfahren, sondern waren in der Regel weiterer Ausgrenzung in ihren Wohnorten und durch Behörden und Institutionen ausgesetzt. Die Leiterin des Lagers, Kriminalrätin Lotte Toberentz und ihre Stellvertreterin, Kriminalobersekretärin Johanna Braach wurden 1948 im Dritten RavensbrückProzess vor einem Militärgericht in Hamburg angeklagt, freigesprochen und waren anschließend wieder in der Kriminalpolizei tätig.

Die Ausstellung zum KZ Uckermark wurde 2010 von der Hamburger Gruppe der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark erstellt. Begleitend dazu gibt es seit 2015 (aktualisiert 2019) die Textsammlung mit vielen (Hintergrund) – Informationen zum KZ Uckermark und angrenzenden

Themen, wie die beiden anderen Jugendkonzentrationslager Moringen und Lodz, Kontinuitäten nach 1945 und Jugend im Nationalsozialismus. Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Karte: wikimedia commons