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Bei Kriegsende wurde Prora als Flüchtlingslager genutzt, Ende 1945 bezogen Truppenteile der sowjetischen Armee die bewohnbaren Gebäude. Später wurde Prora dann von der Nationalen Volksarmee der DDR übernommen. Bis 1991 blieb das Gelände des ehemaligen „KdF-Seebades“ militärisches Sperrgebiet. Die NVA übergab es nach der Wende an die Bundeswehr, die es bereits 1991 wieder verließ.

Prora nach 1989

1991, als die Bundeswehr Prora verließ, war das Grundstück Eigentum der Bundesrepublik Deutschland. Die Finanzbehörden versuchten seit der Räumung, Prora unter kommerziellen Gesichtspunkten zu vermarkten.

1994 wurde Prora unter Denkmalschutz gestellt, in der Denkmalwertbegründung heißt es: "Das Architekturensemble Prora ... sollte das größte Seebad der Welt werden. ... Seine Stahlbetonskelettbauweise zeugt von der technischen Leistung der 1930er Jahre, dadurch ist es ein wichtiges Zeugnis für die Arbeits- und Produktionsverhältnisse der Entstehungsgzeit. ..."

Trotz zweier "Prora-Symposien" im Jahr 1994, veranstaltet von der Stiftung NEUE KULTUR, in deren Abschlusserklärungen sich die Teilnehmer gegen einen Verkauf der Liegenschaft aussprachen, konnte dieser letztendlich nicht verhindert werden.

Der zentrale und am besten erhaltene Teil (Blöcke 1, 2 und 3), in dem sich auch das Dokumentationszentrum Prora befindet, wurde 2004 an private Investoren verkauft, die dort Hotels, Ferienwohnungen, Wellness- und Sportanlagen errichten wollen. 2009 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Block 5 gehört dem Landkreis Rügen, dort soll, neben dem bereits bestehenden Jugendzeltplatz, eine Jugendherberge enstehen.

Dem Dokumentationszentrum Prora wurden zum 31.12.2008 die Räume in Block 3 gekündigt, gleichzeitig wurde der Stiftung NEUE KULTUR zugestanden, die Räume vorerst weiter als Dokumentationszentrum zu nutzen. Wie lange ist ungewiss.

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Seeseite der Bettenhäuser


Portikus am Empfangsgebäude