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Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms "VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt,
Toleranz und Demokratie" hat das Dokumentationszentrum das Modellprojekt "Geschichte erleben in Prora" entwickelt. Ziel dieses Projekts war es, die pädagogische Arbeit des Dokumentationszentrums Prora, insb. im Blick auf SchülerInnen auf Rügen und in Mecklenburg-Vorpommern, auszubauen und langfristrig die Schülerprojektarbeit im Dokumentationszentrum Prora zum festen Bestandteil des Schulprogramms lokaler Schulen zu machen. Lehrer und Multiplikatoren aus Mecklenburg-Vorpommern und von der Insel Rügen sollten durch ein attraktives Bildungsangebot motiviert werden, die historische Bildungsarbeit zum Nationalsozialismus nicht auf den Besuch von Konzentrationslagern zu beschränken, sondern auch das Angebot "vor der Hausstür" in Prora zu nutzen.Das pädagogische Angebot des Dokumentationszentrums Prora soll Schülern und anderen Jugendgruppen ermöglichen, die angeblich "positiven Seiten" des Nationalsozialismus (Urlaubsreisen für Jedermann, Erleben von "Volksgemeinschaft") in Verbindung zu setzen zum Terror und Zwang im NS-Staat. Dazu wurden beispielsweise Arbeitsmodule zu "Zwangsarbeit auf Rügen" entwickelt. Die Schüler-Projektarbeit soll das politische Bewusstsein junger Menschen schärfen und sie zur argumentativen Auseinandersetzung mit "rechten Ideologien" befähigen. Neben der Entwicklung von Projektmodulen, Selbstführungen und Quizfragen für Jugendgruppen, die das Dokumentationszentrum Prora >>> hier anbietet, fanden im Rahmen des Modellprojekts folgende Aktivitäten/Veranstaltungen statt:
1. Juni 2008 bis 31. Januar 2009: "Rügen im Nationalsozialismus - Ein Geschichtsprojekt für Jugendliche" im Rahmen des "Lokalen Aktionsplan" der Stadt Sassnitz ![]() Das Geschichtsprojekt "Rügen im Nationalsozialismus" bot Rügener Jugendlichen und interessierten Bürgern die Möglichkeit, sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus auf Rügen, insb. der Geschichte von Sassnitz im "Dritten Reich", auseinander zu setzen. Das Dokumentationszentrum Prora organisierte in Zusammenarbeit mit dem Sassnitzer Mehrgenerationenhaus Grundtvighaus folgende Veranstaltungen:
1. Dezember 2009 bis 31. Dezember 2010: Arbeit und Bildung: Menschenrechte in Geschichte und Gegenwart Im Rahmen des Projekts „Arbeit und Bildung: Menschenrechte in Geschichte und Gegenwart“ hat das Dokumentationszentrum Prora ein Bildungsprogramm für Jugendliche zur Auseinandersetzung mit dem Recht auf Bildung und dem "Recht auf Arbeit" entwickelt. Ziel des Projekts war es, das Bewusstsein junger Menschen für die Bedeutung der allgemeinen Menschenrechte für ihr eigenes Leben und das ihrer deutschen und ausländischen Mitbürger zu schärfen. Es wurde gefördert im Programm MENSCHEN RECHTE BILDEN
der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft.
Die Workshops im Rahmen des Projekts „Arbeit und Bildung: Menschenrechte in Geschichte und Gegenwart“ erweitern zum einen das Allgemeinwissen der Jugendlichen über Menschen- und Kinderrechte. In der Auseinandersetzung mit lebensgeschichtlichen Interviews ehemaliger Zwangsarbeiter und KZ-Sklavenarbeiter werden sie sensibilisiert für die Bedeutung der Menschen- und Kinderrechte, insb. des Rechts auf Bildung und des Rechts auf freie Berufswahl.
Modul 1 Verbot der Zwangsarbeit und das „Recht auf Arbeit“: Menschenrechte in Geschichte und Gegenwart: Anhand von Selbstzeugnissen ehemaliger ZwangsarbeiterInnen bzw. KZ-SklavenarbeiterInnen während des 2. Weltkrieges wird die Situation dieser Menschen in Bezug auf die heute geltenden Menschenrechtsgarantien analysiert. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wird u.a. als Antwort auf das Unrecht der Nationalsozialisten interpretiert. Im gegenwartsbezogenen zweiten Teil der Veranstaltung wird der Anspruch der Menschenrechte, insb. das „Recht auf Arbeit“ und das Verbot von Zwangsarbeit, der aktuellen Realität gegenüber gestellt. Zum einen wird die Lage der in Polen und Deutschland lebenden afrikanischen ArbeitsmigrantInnen und Flüchtlinge diskutiert, zum anderen wird Bezug genommen auf die Lebenswelt der Jugendlichen. Die Jugendlichen sollen sich ihrer Interessen, Bedürfnisse und Wünsche in Bezug auf Arbeit bewusst werden und untersuchen, welche Rechtsgarantien in Bezug auf Arbeit tatsächlich bestehen (Recht auf freie Berufswahl) und diskutieren, ob diese Garantien ausreichend sind. Modul 2 - Das Recht auf Bildung: Menschenrechte in Geschichte und Gegenwart: Wie in Modul 1 wird anhand von Selbstzeugnissen die Situation von Kindern und Jugendlichen während des 2. Weltkrieges in Bezug auf die heute geltenden Menschen- und Kinderrechtsgarantien, insb. das Menschenrecht auf Bildung, erörtert. Im zweiten Teil der Veranstaltung werden die Kinderrechte nach der UN-Kinderrechtskonvention erörtert. Durch Thematisierung des Rechts auf Bildung für Migranten- und Flüchtlingskinder wird einerseits die Universalität der Menschenrechte vermittelt. Zum anderen sollen die TeilnehmerInnen eigene Wünsche und Vorstellungen in Bezug auf ihre allgemeine Lebens- und Bildungssituation erarbeiten, artikulieren und mit dem rechtlichen Anspruch vergleichen. Wenn Sie Interesse an der Durchführung eines Workshops durch das Dokumentationszentrum Prora haben, finden |