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21. August bis 30. Oktober 2009 (täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr)
Einladungskarte zur Austellungseröffnung

"Lebensunwert - zerstörte Leben"

Eine Ausstellung des Bundes der "Euthanasie"-Geschädigten und Zwangssterilisierten e.V.

Die Ausstellung „Lebensunwert – Zerstörte Leben“ dokumentiert auf Bild- und Texttafeln das Schicksal von Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus auf Grund des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ von 1933 und des so genannten „Euthanasieerlasses“ von 1939 getötet oder verstümmelt wurden.

Sie zeigt die Selektion von Menschen als politisches Instrument, um psychisch und physisch Kranke zunächst zu sterilisieren. Auch sozial „auffällige“, nicht systemkonforme und politisch andersdenkende Menschen waren von Sterilisationen betroffen. Nach 1939 wurden dann ca. 300.000 physisch und psychisch Kranke in so genannten Heilanstalten durch Gas, Injektionen und gezieltes Verhungern getötet.

Allein von Sterilisationen waren ca. 400.000 Menschen betroffen, 5.000 Frauen und 600 Männer starben in Folge der damit verbundenen Verstümmelungen.

Ein Schwerpunkt der Ausstellung ist das Schicksal von Kindern ermordeter Kranker, die – schwer traumatisiert – selbst sterilisiert und anschließend in Waisenhäusern oder „systemkonformen Familien“ untergebracht wurden.

Die Ausstellung dokumentiert auch die Entschädigungsgeschichten der Überlebenden und zeigt, wie Stigmatisierung und Diskriminierung noch nach 1945 andauerten und wie schwierig sich Rehabilitation und Entschädigung in der Bundesrepublik gestalten.



5. Juli bis 16. August 2009

"Klaus Staeck: Ich stelle klar"

Eine Ausstellung des Dokumentationszentrums Prora

Klaus Staeck – Wer kennt ihn nicht und seine Plakate? „Deutsche Arbeiter! Die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen“ warnte er 1972 den deutschen Wähler im Bundestagswahlkampf. „Die Mietsache ist schonend zu behandeln und in gutem Zustand zurückzugeben“ ermahnte er 1983 unter dem Motiv des im All schwebenden Planeten Erde.

Klaus Staeck arbeitet dem Zeitgeist entgegen. Seine Plakate sind oft zu Sinnbildern gesellschaftlicher Zustände und Probleme geworden. Wie aktuell viele seiner älteren Arbeiten noch heute sind, zeigt sich an dem 1997 entstandenen Plakat „German Bankers Club“, dem Ausstellungsplakat zu dieser Ausstellung. Was vor zwölf Jahren vielleicht noch übertrieben wirkte, wurde von der Realität angesichts der aktuellen Banken- und Finanzkrise inzwischen eingeholt.

Das Dokumentationszentrum Prora zeigt 100 Plakate des Präsidenten der Berliner Akademie der Künste und will damit nicht nur eine Retrospektive feiern, sondern die politischen Botschaften des Künstlers Klaus Staeck erneut ins Bewusstsein rufen.



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