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Sonderausstellungen![]() 2. April 2010 bis 31. Mai 2010 (täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr) "Abgeerntet. Wer ernährt die Welt" Eine Ausstellung des INKOTA-netzwerkes zu Hunger, Globalisierung und Landwirtschaft „Wir werden die Zahl der unter Hunger leidenden Menschen bis zum Jahr 2015 halbieren!“ Mit diesem Ziel versprach die internationale Staatengemeinschaft 1996 auf dem Welternährungsgipfel in Rom, den Hunger in der Welt zu bekämpfen. Über zehn Jahre später scheint das Versprechen in weite Ferne gerückt zu sein. Noch immer hungern 1,2 Milliarden Menschen. Jeden Tag sterben Schätzungen zufolge 30.000 Menschen an den Folgen von Hunger. Wie lässt sich Hunger tatsächlich bekämpfen? Wer ernährt die Welt? Auf fünf Entdeckerpfaden erfahren BesucherInnen der Ausstellung, warum Menschen an Unterernährung leiden und wie der weltweite Hunger bekämpft werden kann. Sind Gentechnik und moderne landwirtschaftliche Maschinen ein Rezept gegen den Hunger? Warum macht Biosprit Hunger und wie kommen die „Hähnchen des Todes“ von Europa nach Afrika? Können Kleinbauern die Welt ernähren? ![]() 13. November 2009 bis 31. Mai 2010 (täglich von 11:00 bis 16:00 Uhr) "Im Totaleinsatz - Zwangsarbeit der tschechischen Bevölkerung für das Dritte Reich" Eine Ausstellung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und der In der öffentlichen Wahrnehmung der Sklaven- und Zwangsarbeiter des „Dritten Reiches“ haben die tschechischen Zwangsarbeiter immer eine eher geringe Rolle gegenüber der größeren Gruppe der Polen, Russen, Weißrussen und Ukrainern gespielt. Lange herrschte in Deutschland die Vorstellung, die tschechischen Zwangsarbeiter seien freiwillig gekommen, hätten einen „besseren Status“ gehabt als Polen oder Russen und seien eigentlich keine „wirklichen Zwangsarbeiter“ gewesen. Dies ist historisch nicht korrekt. Mit der Errichtung des Protektorats Böhmen und Mähren im März 1939 übten die deutschen Behörden Druck auf die tschechische Bevölkerung aus, sich zur Arbeit in Deutschland zu melden. Formal galt das Prinzip der Freiwilligkeit, tatsächlich aber wurden die Rekrutierungsmaßnahmen immer drastischer bis hin zur Dienstverpflichtung ganzer Jahrgänge, dem „Totaleinsatz“. Ungefähr 400.000 bis 600.000 tschechische Zwangsarbeiter mussten bis 1945 für das Deutsche Reich unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten. Die Ausstellung „Im Totaleinsatz“ dokumentiert den Arbeitseinsatz und die Lebensbedingungen dieser Menschen sowie das System von Arbeit und Strafe in den Arbeitserziehungslagern an Hand von ca. 250 persönlichen Dokumenten und Fotografien. Auch die Sklavenarbeit der KZ-Häftlinge sowie die spezifische Situation der tschechischen Juden und Roma werden dargestellt. Ein Film mit Ausschnitten aus Interviews mit Überlebenden und thematische Erinnerungshefte vertiefen die Zeugnisse der Ausstellung. Die Präsentation wird ergänzt durch Fotografien des tschechischen Fotografen Zdenek Tmej aus den Jahren seiner Zwangsarbeit in Breslau 1942 1944, die uns das Archiv B&M Chocola, Prag, zur Verfügung gestellt hat. |