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Aktivitäten der Stiftung im Jahr 2005
15. April 10. Mai 2005
Dokumentationszentrum Prora: Eröffnung der Ausstellung Künstler mahnen: Nie wieder Faschismus - Nie wieder Krieg - Wege aus der Ohnmacht. Plakate, Plastiken, Graphiken und Skulpturen von Karl-Heinz Effenberger, Jürgen Pieplow, Prof. Ludwig Bonitz und Günter Brock.
Die Ausstellung entstand in Kooperation von ver.di Nord und der Stiftung NEUE KULTUR.
Gleichzeitig wird im Dokumentationszentrum Prora die Ausstellung von VVN-BdA und IG Metall: Neofaschismus in Deutschland gezeigt.
7./8. Mai 2005
Dokumentationszentrum Prora: Im Rahmen der Friedenswoche vom 1. bis 8. Mai findet als Projekt der "Freien und Selbständigen" im Landesbezirk ver.di Nord und der Stiftung NEUE KULTUR am 7./8. Mai 2005 eine politische Tagung zum Tag der Befreiung im Dokumentationszentrum Prora statt. Die Vorträge halten: Dr. Jürgen Rostock, Leiter des Dokumentationszentrum Prora, Ernst Heilmann, Stellv. Landesbezirksleiter ver.di Nord, Dr. Gerd Biegel, Direktor des Landesmuseum Braunschweig, Herbert Gantschacher und Erich Heyduck, ARBOS, Österreich, Hans-Ernst Böttcher, Präsident des Landgerichts Lübeck, Heidi Beutin, Präsidiumsmitglied ver.di Nord und Dr. Wolfgang Beutin, Privatdozent der Universität Bremen. Im Anschluss an die Tagung findet eine Kranzniederlegung für die Opfer des Nationalsozialistischen Terrors statt.
12. 22. Mai 2005
Im Dokumentationszentrum Prora wird die Ausstellung des Weissen Rings e.V.: Opfer - Häusliche Gewalt und Sexueller Missbrauch gezeigt.
Beispielhaft für das gesamte Spektrum der Folgen von Kriminalität und Gewalt haben 15 Studentinnen und Studenten der Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung/ Visuelle Kommunikation unter Anleitung von Prof. Werner Holzwarth und Hochschuldozent Peter Gamper in enger Zusammenarbeit mit dem Weißen Ring den Tabuthemen Häusliche Gewalt und Sexueller Missbrauch und damit dem Opfer-Sein ein Gesicht gegeben. Entstanden sind nach gründlichen Recherchen eine Fülle von Ideen, umgesetzt in rund 100 Fotos, Anzeigen, Poster, Videos, Radiospots, Give-aways und Aktionskonzepte. Die eindringlichen wie künstlerisch eindrucksvollen Arbeiten wollen wachrütteln und zu aktiver Hilfe motivieren. Zugleich sollen schon betroffene Opfer von Gewalt ermutigt werden, Unterstützung zu suchen und sich gegen Übergriffe zu wehren.
19. Mai 2005
Am 19. Mai findet anlässlich der Ausstellung "Opfer - Häusliche Gewalt und Sexueller Missbrauch" ein Podiumsgespräch zum Thema: "Opferschutz aus richterlicher und anwaltlicher Sicht" in den Räumen des Dokumentationszentrum Prora statt. Gesprächspartner bei diesem Gespräch sind: Herr Dr. jur. O. Witt, Richter am Landgericht Stralsund, Frau Rechtsanwältin T. Larkens, Anwaltskanzlei Larkens, Bergen, Frau U. Segebarth, Mitarbeiterin der Interventionsstelle Stralsund/Rügen/OVP und Frau A. Zielske, Leiterin der pro familia Beratungsstelle Stralsund.
21. Mai bis 26. Mai 2005
Das Dokumentationszentrum Prora veranstaltet eine Begegnungswoche mit ehemaligen polnischen und tschechischen Zwangsarbeitern, die während des Krieges auf Rügen oder bei Stralsund gearbeitet haben.
Die Woche wurde vom Dokumentationszentrum Prora der Stiftung NEUE KULTUR in Zusammenarbeit mit der tschechischen Gesellschaft Lebendige Erinnerung und dem Büro für NS-Opfer sowie dem polnischen Verband ehemaliger Gefangener und KZ-Insassen vorbereitet.
Im Rahmen der Begegnungswoche besichtigen die polnischen Zeitzeugen ehemalige Arbeitsorte. Neben einer Veranstaltung zum 60. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus finden Begegnungen mit deutschen Zeitzeugen statt.
29. Mai 2005 bis 3. Juli 2005
Das Dokumentationszentrum Prora zeigt die Sonderausstellung "Stets gern für Sie beschäftigt..." - Die deutsche Industrie und der Holocaust. Es wurden künstlerische Arbeiten von Yael Katz Ben Shalom, Uriel Orlow, Heidi Stern, Renata Stih und Frieder Schnock und Tanya Ury präsentiert. Die Künstler aus Israel, Großbritannien und Deutschland beleuchten in ihren Werken die Verstrickung bestimmter Firmen und Personen in die nationalsozialistische Vernichtungspolitik.
Die Ausstellung wurde unter der Kuratorin Dr. Barbara Barsch von ifa Galerie Berlin erarbeitet.
10. Juni 2005
Hans-Jürgen Meyer, ehemaliger "Kommandant von Rügen", liest aus seinem Buch "Blinkzeichen am Rügendamm" und berichtet über die kampflose Übergabe von Rügen an die Rote Armee. Die Veranstaltung, die in Kooperation mit dem PDS-Kreisverband Rügen und Hiddensee und der Stiftung NEUE KULTUR stattfindet, wird mit einleitenden Worten von Jan Gottschling, Kreisvorsitzender der PDS Rügen und Hiddensee eröffnet.
11. Juni 2005 bis 31. August 2005
Das Dokumentationszentrum Prora zeigt die Sonderausstellung Berlin-Ost. Die andere Zeit einer Stadt. Zu sehen sind Fotografien von Harald Hauswald, Träger des Bundesverdienstkreuzes, die 25 Jahren Ostberliner Geschichte und Gegenwart widerspiegeln.
Die Exposition wird mit einer Einführung der Kunstwissenschaftlerin Gabriele Muschter eröffnet. Danach liest Peter Wawerzinek. Der Autor hat eine Text-Sicht erarbeitet, die das Gewesene mit Hoffen, Wollen, Wünschen, Freude und Enttäuschtsein verbindet. Im Wissen um die Existenz der Fotografien Hauswalds, macht Wawerzinek die eigene Lebensspanne als gemeinsamen politisch/menschlichen Erkenntnisprozess nachvollziehbar. Text und Fotos rufen sich gegenseitig Erinnerungen zu.
30. Juni 2005
Lesung mit Daniela Dahn
Daniela Dahn liest aus ihrem Buch "Demokratischer Abbruch"
In ihren Essays und Porträts unternimmt Börne-Preisträgrin Daniela Dahn eine kritische Bestandsaufnahme unseres Umgangs mit Recht, Demokratie und Globalisierung. Was ist noch übrig von Freiheit und Gleichheit, von der Glaubwürdigkeit unseres politischen Systems?
"Scharfsinnig im Urteil und unabhängig in der Analyse, gehört Daniela Dahn zu den mutigen Publizisten dieser Zeit." (Jorge Semprun)
10.Juli 2005 bis 21. August 2005
Das Dokumentationszentrum zeigt die Ausstellung Anne Frank - Eine Geschichte für heute, eine internationale Wanderausstellung des Anne Frank Hauses, Amsterdam / Deutsche Version: Anne Frank Zentrum, Berlin. Zur Eröffnung spricht Thomas Heppener vom Anne Frank Haus, Amsterdam.
Die Ausstellung erzählt die Geschichte der Shoah anhand persönlicher Lebensgeschichten.
Die Erfahrungen von Anne Frank, ihrer Familie und anderen Zeitzeugen fordern Besucherinnen und Besucher dazu heraus, über Unterschiede und Parallelen zwischen Gestern und Heute nachzudenken.
Die Ausstellung wird in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung gezeigt.
12. 21. August 2005
Das Dokumentationszentrum Prora stellt dem Landesjugendpfarramt Sachsen Räume für die Sommerkunstwerkstatt in Prora unter dem Titel „Theater und Video im Objekt“ zur Verfügung.
Im Mittelpunkt der Werkstatt steht die künstlerische Äußerung junger Menschen mit den Mitteln des Theaterspiels und der Videotechnik. Dabei spielen der Ort und dessen Gegebenheiten mit seiner touristischen Nutzung, seiner Spannung zwischen Koloss und Idylle eine wesentliche Rolle.
26. August 2005 - 30. September 2005
Das Dokumentationszentrum zeigt die Ausstellung Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Deutschland.
Die Ausstellung porträtiert 131 Menschen, die rechter Gewalt seit 1990 zum Opfer fielen. Viele wurden getötet, weil für sie im Weltbild der Rechtsextremisten kein Platz ist; manche, weil sie den Mut hatten, Nazi-Parolen zu widersprechen. Einige Schicksale bewegten die Öffentlichkeit, viele wurden kaum zur Kenntnis genommen, vergessen sind die meisten. Die Ausstellung ruft diese Menschen in Erinnerung.
Die Ausstellung wurde von der Künstlerin Rebecca Forner in Zusammenarbeit mit der Opferperspektive e.V. konzipiert.
1. 3. September 2005
Die Stiftung NEUE KULTUR veranstaltet in Kooperation mit ARBOS Gesellschaft für Musik und Theater ein Theaterwochenende im Dokumentationszentrum Prora auf Rügen.
Unter dem Motto "Krieg=daDa" wird Krieg als kulturelles Erbe des europäischen 20. Jahrhunderts in künstlerischen Reflexionen betrachtet. Seine zerstörerischen Auswirkungen auf Kunst und Kultur, das Leben und Zusammenleben von Menschen werden ebenso thematisiert wie in künstlerisch sehr unterschiedlicher Weise reflektiert.
Dabei wird der Bogen von den Grenzen der physischen Belastbarkeit des Menschen, den Anmaßungen und Zielen der NS-Freizeitideologie bis hin zum Futurismus (von der künstlerischen Avantgarde zur ideologischen Massenkultur) geschlagen.
Alle aufgeführten Stücke sind erstmalig in Deutschland zu sehen.
3. September 2005
Im Dokumentationszentrum Prora findet die Festveranstaltung Keine Angst vor kaltem Wasser - 15 Jahre Stiftung NEUE KULTUR, 5 Jahre Dokumentationszentrum Prora mit einem Jubiläumsfest statt. Den Festvortrag hält Prof. Dr. Bernd-Jürgen Wendt, Historiker aus
Hamburg
. Zur Begrüßung sprechen Dr. Wolfram O. Martinsen, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung NEUE KULTUR, und Gabriele Muschter, Vorstand der Stiftung NEUE KULTUR; die Grußbotschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern wird von Dr. Marianne Linke, Sozialministerin vorgetragen, weitere Grußworte von Peter van Slooten, SPD und René Gögge, Bündnis 90/ Die Grünen folgen.
Anschließend Gesprächsrunde mit Repräsentanten aus Kultur und Politik, Moderation: Rupert Graf Strachwitz, Direktor MAECENATA Institut.
Am Abend zeigt das Theater ARBOS, Salzburg: Krankheit Krieg. Ein Taubstummentheater mit Szenen, Texten und Gedichten von Georg Trakl, Georg Heym, August Stramm u.a.
Im Anschluss daran findet ein festlicher Empfang statt.
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