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Wanderausstellungen:![]() 3. Ausstellung: "Sie mussten für das Reich arbeiten Tschechische Zwangsarbeiter in Deutschland" Schätzungen gehen davon aus, dass zwischen 1939 und 1945 etwa 600.000 Tschechen zur Zwangsarbeit im nationalsozialistischen Deutschland gezwungen wurden. Zu Beginn der Okkupation, die 1938 mit der Annexion des zuvor tschechoslowakischen Sudetengebiets durch das Deutsche Reich ihren Anfang nahm, waren Zwangsarbeitsdienste in Deutschland eher die Ausnahme. Die Behörden der Republik versuchten den durch vertragliche Verbindlichkeiten bestehenden Forderungen der Deutschen vor allem durch die Anwerbung von Freiwilligen zu entsprechen. Die Nachfrage überstieg jedoch das Angebot. Nach der Besetzung des tschechischen Staatsgebiets im März 1939 wurde der Arbeitsdienst von den neu eingerichteten Arbeitsämtern im "Reichsprotektorat Böhmen und Mähren" organisiert. Neue Anordnungen stärkten die Vollmachten der Arbeitsbehörden und schränkten die Möglichkeit einer freien Wahl ein. Verlief die Rekrutierung von Zwangsarbeitern bis 1941 eher unplanmäßig, wurde der Arbeitseinsatz ab 1942 nach dem Vorbild des Militärdienstes organisiert und in der Folge ganze Jahrgänge von Jugendlichen nach Deutschland geschickt. Die Ausstellung behandelt die allmähliche Herausbildung des Systems der Zwangsrekrutierung während der Okkupation, den Arbeitseinsatz der Protektoratsangehörigen im “Dritten Reich” und die Sklavenarbeit der KZ-Häftlinge. Sie dokumentiert die Lebensbedingungen der Zwangsarbeiter, das System repressiver Maßnahmen, das das Erreichen der maximalen Arbeitsleistung sicherstellen sollte und die Rückkehr der tschechischen Zwangsarbeiter nach dem Krieg.
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