„Das unbekannte Vernichtungslager Kulmhof am Ner – Geschichte und Erinnerung“

16. September 2016 bis 27. Juni 2017 „Das unbekannte Vernichtungslager Kulmhof am Ner – Geschichte und Erinnerung“

Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte des Vernichtungslagers Kulmhof und
gedenkt gleichzeitig der mehr als 150.000 Menschen, die dort getötet wurden. Am 8.
Dezember 1941 – wurden in dem kleinen Dorf Kulmhof am Ner (Chełmno nad Nerem),
etwa 70 Kilometer nordwestlich von Łódź (Litzmannstadt), einige Hundert Juden mit
Motorabgasen ermordet. Die Inbetriebnahme dieser Vernichtungsstätte durch das SS-
Sonderkommando Lange ist der Beginn der nationalsozialistischen Massentötung an den
europäischen Juden durch Giftgas. Nach 1945 blieb Kulmhof das unbekannte unter den
nationalsozialistischen Vernichtungslagern.
Auf zwölf Ausstellungstafeln werden die Entstehung des Lagers, der Vernichtungsprozess
und persönliche Schicksale dokumentiert. Die Ausstellung zeigt zudem, welche Spuren
auch 70 Jahre nach dem Verbrechen am Ort noch zu entdecken sind. Zusätzlich werden
ausgewählte Zitate von Zeitzeugen präsentiert.

 

Foto: Juden aus dem Ghetto Lodz müssen am Bahnhof Kolo aus dem Zug in eine Kleinbahn umsteigen, die sie zur Vernichtungsstätte in Kulmhof bringt, 1942, IPN.