12. September Tag des offenen Denkmals

12. September: Tag des offenen Denkmals 
„Sein und Schein- in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“,
kostenfreie Rundgänge in die „Empfangshalle“, ein Treppenhaus und ein Urlauberzimmer  des geplanten „KdF-Seebades“
um 10.00 Uhr, 12.00 Uhr, 14.00 Uhr und 16.00 Uhr:
(mit obligatorischer Anmeldung unter Angabe von Adressdaten, siehe unten Kontakt) Anmeldung bis Samstag 11.9. 18:00 Uhr.
An diesem Tag ist der Eintritt in alle unsere Ausstellungen frei.

17.September 16:00 Uhr  Kuratorenführung in der Ausstellung „Von Prora hinter die Fronten“

17.September 16:00 Uhr 
Kuratorenführung in der Ausstellung
„Von Prora hinter die Fronten –
Vergessene Opfer deutscher Polizeibataillone“,
kostenfreie Führung durch den Kuratoren der Ausstellung, Marco Esseling
(mit Anmeldung, bis Donnerstag 16.9. 15:00 Uhr!)

Von 1940 bis 1942 wurden im rohbaufertigen „KdF-Seebad Rügen“ Polizeieinheiten ausgebildet, welche dann in verschiedenen von Deutschland besetzten Ländern eingesetzt wurden, von den Niederlanden bis in die Sowjetunion, von Norwegen bis Griechenland. Diese Ausstellung behandelt die Ausbildung in Prora und die Einsätze der Polizisten in diesen Ländern.

Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung

1. Juni bis 20. August 2021:

Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung,


eine Ausstellung der Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH (IBB Dortmund, Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ Minsk (IBB Minsk) in Zusammenarbeit mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

Malyj Trostenez, heute ein Vorort von Minsk, war zwischen Frühjahr 1942 und Sommer 1944 die größte Vernichtungsstätte auf dem Gebiet der besetzten Sowjetunion. Um die Spuren zu verwischen, ließen die Mörder Ende 1943 die Leichen der Opfer ausgraben und verbrennen. Eine sowjetische Kommission zur Untersuchung nationalsozialistischer Verbrechen schätzte im August 1944 206.500 Opfer – vor allem belarussische, österreichische, deutsche und tschechische Juden, aber auch Partisanen, Widerstandskämpfer und sowjetische Kriegsgefangene. Nach 1945 entstanden sowjetische Erinnerungszeichen, große Gedenkanlagen wurden 2015 und 2018 feierlich eröffnet.

Ein Video über den Vernichtungsort finden Sie auf der Seite Sonderausstellungen.

1. Juni Podiumsdiskussion Erinnerungsort Prora heute

Am 1. Juni 2021 veranstalten wir zusammen mit dem Prora-Zentrum eine digitale Konferenz:

ERINNERUNGSORT PRORA HEUTE
Herausforderungen an einen angemessenen Umgang

Sie findet am 01.06.2021 um 19:00 (Einwahl ab 18.45 Uhr) in Form einer Zoom-Konferenz statt.
Der Link für die Teilnahme lautet:

https://zoom.us/j/91475609632?pwd=OExHamttalVYWFpCMU9RVUZVWjc5Zz09

(ID: 914 7560 9632,Kenncode: 026428)
Eine Registrierung oder ein Download sind nicht notwendig.

Programm:

Grußworte
Sonja Steffen MdB, Vorsitzende des Bildungs- und Dokumentationszentrums Prora e.V.

Steffen Freiberg, Staatssekretär im Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern

Einführung:
Katja Lucke, Leiterin des Vereins Dokumentationszentrum Prora

Susanna Misgajski, Leiterin des Vereins PRORA-ZENTRUM

Diskussion:
Prof. Dr. Jörg Echternkamp, Zentrum für Militärgesch. u. Sozialwissenschaften der Bundeswehr,  Potsdam; Universität Halle-Wittenberg

Prof. Dr. Stefanie Endlich, Universität der Künste Berlin

Dr. Astrid Ley, stellvertr. Leiterin der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen

Dieter Holtz, Bürgermeister von Sassnitz (1994-2015)

Dr. Thomas Lutz, Topographie des Terrors, Leiter Gedenkstättenreferat, Berlin u. Verband der Gedenkstätten in Deutschland e.V.

Stephan Schack, Trainer für Demokratie und Menschenrechtsbildung, ehemaliger Bausoldat

Jochen Schmidt, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern

Moderation
Prof. Dr. Michael Wildt, Humboldt-Universität zu Berlin

Moderierter Chat

Abschluss

Kerstin Kassner MdB, stellvertr. Vorsitzende des Bildungs- und Dokumentationszentrums Prora e.V.

Hier finden Sie die Einladung als PDF.

Coronapandemiebedingte Schließung

Leider müssen wir der aktuellen Verordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern folgend  aufgrund hoher Inzidenzwerte von Sars-Cov-2-Infektionen erneut vorübergehend schließen. Wir werden Sie zeitnah informieren, wenn wir wieder öffnen können.

Virtuelle Tour durch Prora

Aus Anlass des Internationalen Museumstages am 16. Mai haben wir eine virtuelle Tour durch Prora vorbereitet. Sie können z.B. die geplante „Empfangshalle“, in der DDR Sporthalle der NVA, digital erkunden, oder Prora von oben überfliegen.
Sie finden die 360°-Touren unter diesem Link:

www.berlin-web.de/prora

 

Nutzen Sie während der Schließzeit auch unsere Kanäle in den sozialen Netzwerken, siehe oben rechts

Wegen der  beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie müssen wir unser Dokumentationszentrum ab Montag, dem 2. November leider schließen.
Nach aktuellem Stand gilt diese Verfügung bis zum 7. März 2021.
Diese Daten sind abhängig von den aktuellen Inzidenzzahlen und können sich ändern.

Über einen Zeitpunkt der Wiedereröffnung werden wir Sie rechtzeitig informieren.

Wir planen, wieder zu öffnen, sobald die behördlichen Auflagen zur Pandemiebekämpfung dies erlauben.
Wir freuen uns sehr, dann wieder unsere Besucher begrüßen zu können! Bleiben Sie gesund!

Während dieser Zeit (und natürlich auch danach) können Sie sich auf unseren digitalen Kanälen über Prora informieren:

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Foto: Kaimauer in Prora, Februar 2021, Jan Seidler

„Prora-Traum eines Architekten“

„Prora -Traum eines Architekten“, eine Fotoausstellung von Uwe Seemann.

Diese Fotoausstellung von Uwe Seemann (Fotos) und Barbara Seemann (Gestaltung) ist eine fotografische Auseinandersetzung mit dem geplanten „KdF-Seebad Rügen“ und seiner eigenwilligen Faszination.

Ein großer Teil der Fotos entstand 1999 bis 2002. Zu diesem Zeitpunkt waren die Entscheidungsprozesse zum Umgang mit der historischen Hinterlassenschaft noch offen und Gebäudeabschnitte der freien Nutzung überlassen, teilweise in kreativer Form. Das Gebäudeensemble lag vorwiegend brach und verfiel. Die Sanierungen der dann privatisierten Gebäudeabschnitte begannen erst Jahre später.

2016 konzentrierte sich der Fotograf auf bereits sanierte Gebäudeabschnitte in Prora und hinterfragt fotografisch den Umgang mit der Bausubstanz.

Uwe Seemann wurde 1938 in Güstrow geboren und ist diplomierter Fotograf. Er hat sich auf nördliche Landschaften konzentriert und ist dabei auf die gigantische NS-Anlage an Rügens Küste gestoßen. Die Aufnahmen zeigen vielfach, wie die Natur, wenn der Mensch es zulässt, die Gebäude, insbesondere die Ruinenkomplexe wieder in Besitz nimmt. Ergänzt werden die Prora – Bilder durch fotografische Aufnahmen nördlicher Küstenlandschaften, im Wechsel der Jahreszeiten, von Rostock bis zur Insel Rügen. Nahezu alle Fotografien der Ausstellung wurden mit analoger Technik aufgenommen. Die Vergrößerungen wurden gedruckt, alle anderen Fotografien sind echte Barytpapier Vergrößerungen.
(Ausstellungsdauer: 22.10.2020 bis 15.2.2021)

 

13. September Tag des offenen Denkmals

 

 

An diesem Tag bieten wir von 11:00 bis 16:00 Uhr jeweils zur vollen Stunde Führungen in die geplante Empfangshalle und in eines der geplanten Urlauberzimmer. Wir bitten um Anmeldung bis zum 12. September unter lucke@prora.eu unter Angabe Ihrer Kontaktdaten zur Rückverfolgung eventueller Coronafälle.

16. September 16:00 Uhr Vortrag „Von Prora hinter die Fronten“

  • 16.9./ 16.00 Uhr: Vortrag zur Ausstellung: „Von Prora hinter die Fronten-Vergessene Opfer deutscher Polizeibataillone“, Marco Esseling, kostenfrei, mit Anmeldung (030/27594166, prora@prora.eu)
Ort: Dokumentationszentrum Prora
Das „KdF-Seebad Rügen“ war bei Kriegsbeginn 1939 noch nicht ganz fertiggestellt und diente in den Jahren 1940 bis 1942  der Ausbildung von Polizeieinheiten. In Prora ausgebildete Polizisten wurden in verschiedenen von Deutschen besetzten Ländern Europas für polizeifremde, teilweise schlimmste verbrecherische Aufgaben hinter den Fronten eingesetzt. Die meisten gingen von Prora über den Hafen Sassnitz zunächst nach Norwegen,  Griechenland, von den Niederlanden bis in die Sowjetunion.

Die Polizisten deportierten Juden aus Norwegen und den Niederlanden, bekämpften Partisanen oder auch Menschen, von denen sie behaupteten, sie seien Partisanen in Polen, der Sowjetunion und Griechenland.
Sie nahmen sowjetische Soldaten gefangen und brachten sie in Gefangenenlager, einige beteiligten sich an deren Ermordung. Die sowjetischen Kriegsgefangenen waren nach den Juden, von denen rund sechs Millionen ermordet wurden, die zweitgrößte Opfergruppe nationalsozialistischer Verfolgungs- und Vernichtungspolitik. Rund 3,3 Millionen von ihnen starben in deutscher Gefangenschaft, sie gehören heute immer noch zu den weitgehend vergessenen oder ausgeblendeten Opfergruppen.

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