Category Archives: Allgemein

3. Oktober 18:00 Uhr Podiumsgespräch „Der Erinnerungsort Prora-Das Ringen um einen angemessenen Umgang“

3. Oktober 18:00 Uhr: 

„Der Erinnerungsort Prora-Das Ringen um einen angemessenen Umgang“

Über die Frage des Umganges mit einer der größten architektonischen Hinterlassenschaften des Nationalsozialismus aus erinnerungspolitischer und denkmalschützerischer Sicht werden ausgewiesene Expert*innen diskutieren. 

Im Gespräch:

Prof. Dr. Stefanie Endlich, Universität der Künste Berlin

Dr. Alexander Schmidt, Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Nürnberg

Dieter Holz, Bürgermeister von Sassnitz

Dr. Markus Sommer-Scheffler, ehem. Denkmalpflege/Landkreis Vorpommern Rügen.

Moderation: Katja Lucke, Dokumentationszentrum Prora

 

Foto: Ruine der nördlichen Empfangshalle mit Blick auf den sanierten Block IV, Marco Esseling 2019

12. September Tag des offenen Denkmals

12. September: Tag des offenen Denkmals 
„Sein und Schein- in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“,
kostenfreie Rundgänge in die „Empfangshalle“, ein Treppenhaus und ein Urlauberzimmer  des geplanten „KdF-Seebades“
um 10.00 Uhr, 12.00 Uhr, 14.00 Uhr und 16.00 Uhr:
(mit obligatorischer Anmeldung unter Angabe von Adressdaten, siehe unten Kontakt) Anmeldung bis Samstag 11.9. 18:00 Uhr.
An diesem Tag ist der Eintritt in alle unsere Ausstellungen frei.

17.September 16:00 Uhr  Kuratorenführung in der Ausstellung „Von Prora hinter die Fronten“

17.September 16:00 Uhr 
Kuratorenführung in der Ausstellung
„Von Prora hinter die Fronten –
Vergessene Opfer deutscher Polizeibataillone“,
kostenfreie Führung durch den Kuratoren der Ausstellung, Marco Esseling
(mit Anmeldung, bis Donnerstag 16.9. 15:00 Uhr!)

Von 1940 bis 1942 wurden im rohbaufertigen „KdF-Seebad Rügen“ Polizeieinheiten ausgebildet, welche dann in verschiedenen von Deutschland besetzten Ländern eingesetzt wurden, von den Niederlanden bis in die Sowjetunion, von Norwegen bis Griechenland. Diese Ausstellung behandelt die Ausbildung in Prora und die Einsätze der Polizisten in diesen Ländern.

30. September 18:00 Uhr Vortrag „Das Reichsarbeitsministerium, das NS-Regime und die Deutsche Arbeitsfront“

30. September 18:00 Uhr
Vortrag
„Das Reichsarbeitsministerium, das NS-Regime und die Deutsche Arbeitsfront“

von Prof. Dr. Rüdiger Hachtmann
Grußwort: Heiko Miraß, Staatssekretär im Finanzministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern
Im Rahmen der Präsentation der Sonderausstellung „Das Reichsarbeitsministerium 1933-1945. Beamte im Dienst des Nationalsozialismus“

Nach der Zerschlagung der Gewerkschaften im Jahr 1933 trat die Deutsche Arbeitsfront (DAF) – als schon bald größte Massenorganisation der NS-Zeit – an deren Stelle. Sie beanspruchte Einfluss auf das Arbeitsleben und die Freizeitgestaltung aller Beschäftigten im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie.

Das Reichsarbeitsministerium wurde nach 1945 lange als einflussloses Ministerium dargestellt. Zu den Ergebnissen jüngster Forschung gehört allerdings, dass es eine wesentliche Stütze des NS-Regimes und Teil des verbrecherischen Systems war.

Rüdiger Hachtmann beleuchtet in seinem Vortrag das Verhältnis von DAF und Reichsarbeitsministerium und damit auch das Verhältnis von politischer Bewegung und Staat. Auf diese Weise ergibt sich ein detailreiches Bild von der Rolle der Ministerialbürokratie im Machtgefüge des nationalsozialistischen Staates.

 

Bild Briefkopf: Bundesarchiv Berlin

1. Juni Wiedereröffnung

Ab dem 1. Juni eröffnen wir wieder!

Aufgrund der aktuell niedrigen Inzidenzwerte dürfen wir ab dem 1. Juni wieder öffnen!

Die aktuellen Öffnungszeiten finden sie rechts.

Für den Einlass ist die Vorlage eines aktuellen negativen Testergebnisses auf Sars-Cov2 notwendig, die Vorlage eines Nachweises einer erfolgten Impfung oder überstandenen Erkrankung mit Covid19.

Führungen bieten wir vom 1. bis 13. Juni täglich um 11:15 Uhr an, ab dem 14. Juni täglich um 11:15 und 14:00 Uhr.
Wir bitten dazu um vorherige Anmeldung, prora@prora.eu oder Telefon 038393/13991.

Für eine schnelle Registrierung der Kontaktdaten können sie bei uns gerne die Luca-App nutzen.

Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung

1. Juni bis 20. August 2021:

Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung,


eine Ausstellung der Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH (IBB Dortmund, Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ Minsk (IBB Minsk) in Zusammenarbeit mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

Malyj Trostenez, heute ein Vorort von Minsk, war zwischen Frühjahr 1942 und Sommer 1944 die größte Vernichtungsstätte auf dem Gebiet der besetzten Sowjetunion. Um die Spuren zu verwischen, ließen die Mörder Ende 1943 die Leichen der Opfer ausgraben und verbrennen. Eine sowjetische Kommission zur Untersuchung nationalsozialistischer Verbrechen schätzte im August 1944 206.500 Opfer – vor allem belarussische, österreichische, deutsche und tschechische Juden, aber auch Partisanen, Widerstandskämpfer und sowjetische Kriegsgefangene. Nach 1945 entstanden sowjetische Erinnerungszeichen, große Gedenkanlagen wurden 2015 und 2018 feierlich eröffnet.

Ein Video über den Vernichtungsort finden Sie auf der Seite Sonderausstellungen.

KZ Uckermark

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

17. Juni bis 15. August 2021:

Von 1942 bis April 1945 wurden im KZ Uckermark ca. 1200 Mädchen und junge Frauen inhaftiert. Sie lebten dort unter extremen Bedingungen: Sie wurden gequält und misshandelt, sie mussten Zwangsarbeit leisten, bekamen kaum zu essen, dafür aber viele Strafen. Überlebende berichteten von einem Redeverbot.

Im Januar 1945 wurde auf einem Teil des Geländes ein Vernichtungsort für Häftlinge aus Ravensbrück und anderen Konzentrationslagern errichtet. Bis April 1945 wurden dort und in Ravensbrück 5000 – 6000 Frauen ermordet. Bis heute ist immer noch wenig über die Geschichte dieses Konzentrationslagers bekannt, Dokumente und Bilder fehlen bislang.

Die dort Inhaftierten zählten lange Zeit zu den vergessen gemachten Verfolgten des Nationalsozialismus und haben kaum öffentliche Anerkennung oder Rehabilitation erfahren, sondern waren in der Regel weiterer Ausgrenzung in ihren Wohnorten und durch Behörden und Institutionen ausgesetzt. Die Leiterin des Lagers, Kriminalrätin Lotte Toberentz und ihre Stellvertreterin, Kriminalobersekretärin Johanna Braach wurden 1948 im Dritten RavensbrückProzess vor einem Militärgericht in Hamburg angeklagt, freigesprochen und waren anschließend wieder in der Kriminalpolizei tätig.

Die Ausstellung zum KZ Uckermark wurde 2010 von der Hamburger Gruppe der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark erstellt. Begleitend dazu gibt es seit 2015 (aktualisiert 2019) die Textsammlung mit vielen (Hintergrund) – Informationen zum KZ Uckermark und angrenzenden

Themen, wie die beiden anderen Jugendkonzentrationslager Moringen und Lodz, Kontinuitäten nach 1945 und Jugend im Nationalsozialismus. Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Karte: wikimedia commons

1. Juni Podiumsdiskussion Erinnerungsort Prora heute

Am 1. Juni 2021 veranstalten wir zusammen mit dem Prora-Zentrum eine digitale Konferenz:

ERINNERUNGSORT PRORA HEUTE
Herausforderungen an einen angemessenen Umgang

Sie findet am 01.06.2021 um 19:00 (Einwahl ab 18.45 Uhr) in Form einer Zoom-Konferenz statt.
Der Link für die Teilnahme lautet:

https://zoom.us/j/91475609632?pwd=OExHamttalVYWFpCMU9RVUZVWjc5Zz09

(ID: 914 7560 9632,Kenncode: 026428)
Eine Registrierung oder ein Download sind nicht notwendig.

Programm:

Grußworte
Sonja Steffen MdB, Vorsitzende des Bildungs- und Dokumentationszentrums Prora e.V.

Steffen Freiberg, Staatssekretär im Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern

Einführung:
Katja Lucke, Leiterin des Vereins Dokumentationszentrum Prora

Susanna Misgajski, Leiterin des Vereins PRORA-ZENTRUM

Diskussion:
Prof. Dr. Jörg Echternkamp, Zentrum für Militärgesch. u. Sozialwissenschaften der Bundeswehr,  Potsdam; Universität Halle-Wittenberg

Prof. Dr. Stefanie Endlich, Universität der Künste Berlin

Dr. Astrid Ley, stellvertr. Leiterin der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen

Dieter Holtz, Bürgermeister von Sassnitz (1994-2015)

Dr. Thomas Lutz, Topographie des Terrors, Leiter Gedenkstättenreferat, Berlin u. Verband der Gedenkstätten in Deutschland e.V.

Stephan Schack, Trainer für Demokratie und Menschenrechtsbildung, ehemaliger Bausoldat

Jochen Schmidt, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern

Moderation
Prof. Dr. Michael Wildt, Humboldt-Universität zu Berlin

Moderierter Chat

Abschluss

Kerstin Kassner MdB, stellvertr. Vorsitzende des Bildungs- und Dokumentationszentrums Prora e.V.

Hier finden Sie die Einladung als PDF.

Coronapandemiebedingte Schließung

Leider müssen wir der aktuellen Verordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern folgend  aufgrund hoher Inzidenzwerte von Sars-Cov-2-Infektionen erneut vorübergehend schließen. Wir werden Sie zeitnah informieren, wenn wir wieder öffnen können.

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