Sonderausstellungen

16. September 2016 bis 15. April 2017 „Das unbekannte Vernichtungslager Kulmhof am Ner  – Geschichte und Erinnerung“

Eine Ausstellung der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

Kulmhof (2)Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte des Vernichtungslagers Kulmhof und gedenkt gleichzeitig der mehr als 150.000 Menschen, die dort getötet wurden. Am 8. Dezember 1941 wurden in dem kleinen Dorf Kulmhof am Ner (Chełmno nad Nerem),
etwa 70 Kilometer nordwestlich von Łódź (Litzmannstadt), einige Hundert Juden mit Motorabgasen ermordet. Die Inbetriebnahme dieser Vernichtungsstätte durch das SS-Sonderkommando Lange ist der Beginn der nationalsozialistischen Massentötung an den
europäischen Juden durch Giftgas. Nach 1945 blieb Kulmhof das unbekannte unter den
nationalsozialistischen Vernichtungslagern.
Auf zwölf Ausstellungstafeln werden die Entstehung des Lagers, der Vernichtungsprozess
und persönliche Schicksale dokumentiert. Die Ausstellung zeigt zudem, welche Spuren
auch 70 Jahre nach dem Verbrechen am Ort noch zu entdecken sind. Zusätzlich werden
ausgewählte Zitate von Zeitzeugen präsentiert.

22. April 2016 bis 30. März 2017 „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“

DritteWelt2WkgMillionen Soldaten aus Afrika, Asien und Ozeanien haben im Zweiten Weltkrieg gekämpft, um die Welt vom deutschen und italienischen Faschismus sowie vom japanischen Großmachtwahn zu befreien. Sowohl die faschistischen Achsenmächte als auch die Alliierten rekrutierten in ihren Kolonien Hilfstruppen und Hilfsarbeiter oftmals mit Gewalt. Hunderttausende Frauen waren Opfer sexueller Gewalt. Rekruten aus den Kolonien mussten sich mit weniger Sold, schlechteren Unterkünften und geringeren Kriegsrenten als ihre «weißen Kameraden» zufrieden geben. Weite Teile der Dritten Welt dienten auch als Schlachtfelder und blieben nach Kriegsende verwüstet und vermint zurück. Doch so gravierend die Folgen des Zweiten Weltkriegs in der Dritten Welt auch waren, in der hiesigen Geschichtsschreibung kommen sie nicht vor. Dies zu ändern ist das Ziel eines historischen Langzeitprojekts, mit dem das Rheinische JournalistInnenbüro in Köln im Jahre 1996 begann und das seit 2000 von dem gemeinnützigen Verein Recherche International e.V. getragen wird.

Weitere Informationen zur Sonderausstellung finden Sie unter www.3www2.de
Sie können den Eröffnungsvortrag des Kuratoren Karl Rössel hier herunterladen,
Literaturempfehlungen hier: 

 

Ab 30. April 2017: 

muellerstahl