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16. Juni 16:00 Uhr Eröffnung der Sonderausstellung „Radiologie im Nationalsozialismus“

Auf 24 Tafeln und zwei Medienstationen zeigt die Ausstellung die Rolle der Radiologie im Dienste nationalsozialistischen Rassenwahns. Eng damit verbunden ist das für viele unbekannte Thema der Zwangssterilisation im Nationalsozialismus. Sowohl die Opferseite als auch die Täterseite werden ausführlich dargestellt.

 

 

Vergangene Veranstaltungen in 2017:

21. Mai Internationaler Museumstag

Am Internationalen Museumstag am 21. Mai bieten wir um 11:15, 14:00 und 16:00 Uhr kostenlose Rundgänge in die für das „KdF-Seebad Rügen“ geplante Empfangshalle, in der täglich 1500 Urlauber empfangen werden sollten. In der DDR diente sie der NVA als Sporthalle. Die Halle ist sonst für Besucher nicht zugänglich.

 

 

 

 18. Mai 10:00 Empfang im Rathaus Sassnitz

Das Dokumentationszentrum Prora veranstaltet zum 14. mal eine Woche der Begegnung zwischen Polen, die während des Zweiten Weltkrieges auf der Insel Rügen Zwangsarbeit leisten mussten, und Schülern von der Insel Rügen.
Zum öffentlichen Empfang der polnischen Zeitzeugen und der Schüler am Donnerstag den 18. Mai um 10:00 Uhr im Rathaus von Sassnitz beim Bürgermeister Herrn Frank Kracht sind Gäste herzlich willkommen.

 

8.5.2017: Aktionstag zum Tag der Kapitulation und Befreiung vom Naziregime
In der Nacht vom 8. zum 9. Mai 1945 wurde mit der Unterzeichnung der Urkunden zur gesamtdeutschen bedingungslosen Kapitulation der Zweite Weltkrieg zumindest in Europa beendet. Das Dokumentationszentrum Prora zeigt Filme, in denen der Krieg und sein Ende thematisiert werden.

11.00 Uhr: „Die Mörder sind unter uns“, Regie: Wolfgang Staudte, Spielfilm, D, 1946 ,s/w, 81 Min. (FSK 6)DieMoerder
Die Holocaust-Überlebende Susanne Wallner (Hildegard Knef) trifft nach ihrer Rückkehr aus dem KZ in ihre Berliner Wohnung auf den Kriegsheimkehrer Hans Mertens (E. W. Borchert). Um seine Kriegserlebnisse zu vergessen, neigt Hans Mertens zu starkem Alkoholkonsum. Er begegnet seinem ehemaligen Vorgesetzten Brückner (Arno Paulsen), der während des sogenannten Ostfeldzuges die Liquidierung eines Dorfes angeordnet hat.

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Standbild aus dem film „Komm und siehe“

16.00 Uhr: „Komm und sieh“ (“Иди и смотри“), Regie: Elem Klimow, Spielfilm, Sowjetunion, 1985, 146 Min., in der DDR:“Geh und sieh“ (FSK 16)
Der eindrückliche Antikriegsfilm ist nach der literarischen Vorlage von Ales Adamowitsch mit Alexei Krawtschenko in der Hauptrolle entstanden.
1943 in Weißrussland: Der Jugendliche Florja entscheidet sich, zu den Partisanen zu gehen. Zunächst erlebt er das Leben im Wald und den Kampf gegen die deutschen Besatzer als Abenteuer, doch das hält nicht lange an. Bei einer zwischenzeitlichen Rückkehr in sein Dorf erfährt er, dass mehrere Dorfbewohner bei einer „Vergeltungsaktion“ der SS, des SD und der Polizei erschossen wurden. Seine Mutter und Schwester waren darunter. In einem anderen Dorf wird er Zeuge einer weiteren „Vergeltungsaktion“ der Deutschen; die Bewohner in eine Scheune einschließen und sie lebendig verbrennen. Die Partisanen können die Täter doch noch gefangen nehmen und üben Vergeltung für das begangene Massaker. Florja ist am Ende ein anderer Mensch geworden und um Jahre gealtert.
Die Handlung des Films bezieht sich auf den Massenmord der SS-Sondereinheit Dirlewanger am 22.3. 1943 an den Bewohnern des Dorfes Chatyn. Die Einheit war nach dem SS Oberführer Oskar Dirlewanger benannt, Namen und Orte werden aber in dem Film nicht genannt, die Information, dass 628 Dörfer in Weißrussland auf diese oder ähnliche Weise zerstört wurden, wird am Ende eingeblendet.
Die Filmvorführung ist für die Besucher des Dokumentationszentrums Prora kostenfrei.

 

Sonntag 30. April 2017 15:00 Uhr Vernissage
der grossen Sonderausstellung mit malerischen und zeichnerischen Werken von
Armin Mueller-Stahl

muellerstahl
Am Sonntag, den 30. April, um 15:00 Uhr (Einlass ab 14:00 Uhr) eröffnen wir mit einer Vernissage die Ausstellung „Dreimal Deutschland und zurück“,
eine Retrospektive mit Werken von Armin Mueller-Stahl,
präsentiert von der Galerie Kunstraum Wasserwerk (Glowe)
Programm:
Grußworte:
Patrick Dahlemann, parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern
und der Kurator Günter Christiansen, Galerie Kunstraum Wasserwerk (Glowe)
Laudator: Björn Engholm
Moderation: Katja Lucke, Dokumentationszentrum Prora

 

In Zusammenarbeit der Galerie Kunstraum Wasserwerk (Glowe) und dem Kunsthaus Lübeck werden in dieser Ausstellung auf 600 m² Ausstellungsfläche 300 Arbeiten des Künstlers Armin Mueller-Stahl gezeigt. Gemälde, Aquarelle, Farbradierungen, Zeichnungen in unterschiedlichen Formaten, Mappenwerke und Vorzugsgraphiken mit Buch, die auch erworben werden können.

SchülerInnen des Bergener Gymnasiums stellen am Sonntag ihre Kunstarbeiten vor, die sie anhand der „Blaue(n) Kuh“ von Armin Mueller-Stahl entworfen haben.

Im Rahmenprogramm werden wir täglich eine Filmdokumentation zu Armin Mueller-Stahl zeigen, sowie am 03. Mai um 16:00 Uhr den Film „Nackt unter Wölfen“, Regie Frank Beyer (1963) und am 31.Mai um 16:00 Uhr den Film „Das Spinnennetz“, Regie Bernhard Wicki (1989).

 

 

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Foto: Armin Mueller-Stahl, rechts, als Buchenwald-Häftling André Höfel, und Fred Delmare als Rudi Pippig. (c)DEFA-Stiftung.

Mittwoch 3. Mai um 16:00 Uhr Filmvorführung
„Nackt unter Wölfen“, Regie: Frank Beyer, DDR 1963, 124 Min, nach dem Roman von Bruno Apitz, mit Armin Mueller-Stahl.
Im Rahmen unserer Sonderausstellung mit Malerei von Armin Mueller-Stahl zeigen wir den Film „Nackt unter Wölfen“. Die berühmte Verfilmung des gleichnamigen Romans von Bruno Apitz handelt von einem dreijährigen Jungen, der während der Zeit des Nationalsozialismus im Ghetto geboren wurde und – versteckt im Koffer des polnischen Häftlings Jankowski wenige Wochen vor der Befreiung – ins Konzentrationslager Buchenwald kommt. Das Kind im Lager zu verstecken, ist äußerst schwierig und gefährdet auch die Arbeit der illegalen Widerstandsgruppe. Nachdem das Kind mehrere Tage in der Effektenkammer verborgen wurde, entscheidet der Leiter der illegalen KP-Organisation schweren Herzens, den Polen und das Kind mit dem nächsten Transport ins Vernichtungslager zu schicken. Der Lagerälteste, Walter Krämer, lässt es jedoch nicht zu, und er findet viele Helfer, die sich einfallsreich und mutig für das Kind einsetzen. Im Lager setzen nicht nur kommunistische Lagerinsassen ihr Leben aufs Spiel, um ihn vor der SS zu verbergen. Folter, Tod und auch Verrat gehören zum Lageralltag. Die SS-Mannschaft versucht alles, um den Widerstand der Lagerinsassen zu brechen und will sie kurz vor der Befreiung durch die US-Armee auf den Todesmarsch schicken. Es gelingt den Lagerinsassen, den kleinen Jungen zu retten. Schriftsteller Bruno Apitz schrieb die literarische Vorlage für das Drama. Das Buch wurde nicht nur im Osten Deutschlands ein großer Erfolg, es erschien in mehr als 30 Sprachen. Die DEFA-Verfilmung aus dem Jahr 1963 punktet mit einem hervorragenden Ensemble großer ostdeutscher Darsteller wie Erwin Geschonneck, Fred Delmare und Armin Mueller-Stahl auf der Seite der Häftlinge. Armin Mueller-Stahl beeindruckt mit einer herausragenden Darstellung eines gepeinigten, aber dennoch hoffnungsvollen Menschen.
Die Romanfiguren, die im Buch von Apitz erscheinen, tragen teilweise die Namen von ehemaligen Mitgefangenen von Bruno Apitz, die der Autor auf diese Weise ehren möchte. Der im Roman beschriebene Jungen hat ein Vorbild in der realen Person des Stefan Jerzy Zweig, der als Dreijähriger nach Buchenwald gebracht wurde.

Auszeichnungen
Internationales Filmfestival Moskau
• 1963: Sonder-Silberpreis in der Kategorie Beste Regie: Frank Beyer
Nationalpreis der DDR
• 1963: Nationalpreis I. Klasse für Kunst und Literatur für das Schöpferkollektiv: Frank Beyer, Bruno Apitz, Günter Marczinkowsky und Alfred Hirschmeier
Heinrich-Greif-Preis
• 1964: Heinrich-Greif-Preis I. Klasse für das Schauspielerkollektiv: Gerry Wolff, Herbert Köfer, Erik S. Klein und Wolfram Handel
Prädikat ´besonders wertvoll´ der Filmbewertungsstelle Wiesbaden
1965: Ehrendiplom der Cineparade Melbourne

Die Filmvorführung ist für unsere Besucher kostenfrei.

Sie sind herzlich eingeladen!