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24. Oktober 2017 17:00 Uhr Autorenlesung „Machtmenschen“ 

Wie sähe das geplante „KdF-Seebad Rügen“ heute aus, wenn das Deutsche Reich den Krieg gewonnen hätte? Torunn Siegler hat dazu einen dystopischen Roman geschrieben. „Macht Menschen – Von Führern und Verführten“ heißt die Negativ-Utopie, die im Mai diesen Jahres erschienen ist. Die Kurverwaltung Binz veranstaltet in den Räumen des Dokumentationszentrums Prora am Dienstag, dem 24. Oktober um 17:00 Uhr eine Lesung aus dem Roman durch die Autorin.
Wir beschäftigen uns seit vielen Jahren wissenschaftlich mit dem Thema. Ein belletristischer Ansatz ist unserer Kenntnis nach neu, und wir sind neugierig, wie er gelingen kann.

Die Veranstaltung beginnt mit einem Sektempfang, nach der Lesung besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Moderiert wird die Veranstaltung von der wissenschaftlichen Leiterin des Dokumentationszentrums Prora Katja Lucke.
Der Eintritt ist frei.

 

Vergangene Veranstaltungen in 2017:

 

21. September 17.00 Uhr Eröffnung der Sonderausstellung 

„Die Wilhelmstraße 1933-1945“

Eine Ausstellung der Stiftung Topographie des Terrors.
Programm:
Begrüßung: Katja Lucke, Dokumentationszentrum Prora e.V.
Grußwort: Jochen Schmidt, Landeszentrale für politische Bildung
Einführung: Dr. Claudia Steur, Topographie des Terrors, Kuratorin der Ausstellung

Die Wilhelmstraße in Berlin wurde Anfang des 19. Jahrhunderts zum Sitz der wichtigsten Ministerien Preußens, seit 1871 auch des Deutschen Reichs und später des NS-Staats. Im allgemeinen Sprachgebrauch wurde sie zum Synonym für „Die Deutsche Regierung”. Sie war nicht nur die traditionelle Regierungsmeile Deutschlands sondern auch der Ort, an dem die NS-Elite sich und die „NS-Volksgemeinschaft“ inszenierte. Mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 bezogen die Nationalsozialisten das Regierungsviertel. Sie prägten es auf mehrfache Weise: durch die Ansiedlung neuer Behörden, die Umstrukturierung bestehender Behörden, umfangreiche Neu- und Umbauten und durch die Nutzung der Straße selbst als politische Bühne. Die  Ausstellung zeigt diese sichtbaren und unsichtbaren Veränderungen, die Instrumentalisierung einer Straße im NS ideologischen Sinn. Neben den Ministerien befanden sich zentrale Täterinstitutionen wie Gestapo, Sicherheitsdienst und Reichssicherheitshauptamt, in dem der europaweite Völkermord vom Schreibtisch aus organisiert wurde, als auch der Wilhelmplatz, auf dem immer wieder Menschenansammlungen zusammenkamen, um einen Blick auf Hitler auf dem eigens 1935 angebauten „Führerbalkon“ der Reichskanzlei werfen zu können. Heute existiert ein großer Teil dieser Gebäude nicht mehr, darunter das Palais des Reichspräsidenten, das Preußische Staatsministerium und die Reichskanzlei. Noch erhaltene Gebäude wurden von der Regierung der DDR und werden seit 1991 von der Bundesrepublik Deutschland genutzt.

In der Ausstellung wird das NS Regierungsviertel als begehbares Modell gestaltet. Was in den jeweiligen Gebäuden in der Nazi-Zeit geschah, verbirgt sich in kleinen Kabinetten, die durch Türen in personengroßen Fotowänden zugänglich werden.

 

12. September 18:00 Uhr Vortrag und Diskussion

„Kicken gegen Rechts – Kick für die Integration, Wie der Fußball bei der Integration von Flüchtlingen hilft“.
Vortrag und Diskussion mit dem Sportjournalisten Ronny Blaschke (Foto) und René Samuel, Vorsitzender des FC Vorwärts Drögeheide, der 2016 mit dem Integrationspreis des DFB ausgezeichnet wurde.

Eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung MV in Kooperation mit dem Dokumentationszentrum Prora.

 

 

10. September Tag des offenen Denkmals

Das Dokumentationszentrum Prora bietet für seine Besucher und Besucherinnen an diesem Tag bei ermäßigtem Eintritt in die Ausstellungen  kostenfrei Rundgänge auf dem Gelände der historischen Anlage des „KdF-Seebades Rügen“ in Prora, in die zu NS Zeiten gebaute „Empfangshalle“ (zu DDR-Zeiten vorwiegend als Sporthalle genutzt) und einen Teil des Bettenhauses (Block III) an. Diese Gebäudeabschnitte sind nur ausnahmsweise im Rahmen dieser Rundgänge zu besichtigen, weil sie aus baulichen Gründen ansonsten nicht zugänglich sind.
Die Rundgänge starten um 11.15 Uhr, 14.00 Uhr und 16.00 Uhr und dauern etwa 2 Stunden.

 

8. September 18:00 Uhr „Ich lebe doch noch! Die wahre Geschichte von Hannah Mandel und ihr Leben nach Auschwitz“, ein Theaterstück des Jugendtheaters Odos.

Hannah ist gerade aus dem Konzentrationslager, in dem sie leben musste, befreit worden. Doch für die junge Frau ist das Grauen noch lange nicht vorbei. Sie schaut starr nach vorne und hat nur noch einen Gedanken: Rache für ihre kleine Schwester. Doch allmählich schafft sie es, ihre KZ-Erfahrungen, die Deportation und auch ihre strenge Erziehung zu verarbeiten und ist sich schließlich sicher: „Man kann nach Auschwitz nicht einfach weitermachen wie zu vor.“ Im Stück ist Hanna mit einer ihr unbekannten Frau alleine. Als sie über ihre Kindheit, über ihre sieben Geschwister spricht, scheint sie fast wieder das kleine Mädchen aus Ungarn zu sein. Aber Hanna hat ihre gesamte Familie in Auschwitz verloren. Dem Theaterstück liegen die Lebenserinnerungen von Hanna Mandel zugrunde. Der Münchener Theologe Norbert Reck hat monatelang die Holocaust-Überlebende interviewt und das Ergebnis in dem Buch „Beim Gehen entsteht der Weg – Gespräche über das Leben vor und nach Auschwitz“ veröffentlicht. Nun hat Autor und Regisseur Heiko Ostendorf das Leben Mandels auf die Bühne gebracht. „Das Theaterstück ist mehr als eine Erinnerung an die Gräueltaten der Nazis“, erklärt Ostendorf. „Mandel reflektiert in diesem Gespräch intensiv ihre Erfahrungen und beschreibt die Schlussfolgerungen, die sie für ihr eigenes Leben daraus gezogen hat“, so der Theatermacher weiter. Mandels Geschichte endet nicht mit der Befreiung der Konzentrationslager. Im Gegenteil. Da fängt die Geschichte von Hanna Mandel erst an. Hanna erzählt, wie die schrecklichen Erlebnisse ihr weiteres Leben beeinflusst haben, und wie sie ihren Weg zurück ins Leben gefunden hat. Das mobile politische Theater Odos erhielt für seine engagierte Arbeit gerade den Oberhausener Preis 2016. Mit dem Jugendtheaterstück soll ein Zugang zu dem schweren Thema „Auschwitz“ geschaffen werden, das mit der temporär in unseren Räumen gezeigten Ausstellung „Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von Auschwitz“ vertieft werden kann. Eine Vorführung am Vormittag findet für angemeldete Schulklassen statt. Um 18.00 Uhr ist die Vorführung öffentlich und kann dank der Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung kostenfrei besucht werden.

 

1.September 17:00 Uhr Eröffnung der Sonderausstellung „Vertriebene 1939“

 

1.August 17:00 Uhr Eröffnung der Sonderausstellung
„Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von Auschwitz“

 

 

16. Juni 17:00 Uhr Eröffnung der Sonderausstellung „Radiologie im Nationalsozialismus“

Auf 24 Tafeln und zwei Medienstationen zeigt die Ausstellung die Rolle der Radiologie im Dienste nationalsozialistischen Rassenwahns. Eng damit verbunden ist das für viele unbekannte Thema der Zwangssterilisation im Nationalsozialismus. Sowohl die Opferseite als auch die Täterseite werden ausführlich dargestellt.

 

21. Mai Internationaler Museumstag

Am Internationalen Museumstag am 21. Mai bieten wir um 11:15, 14:00 und 16:00 Uhr kostenlose Rundgänge in die für das „KdF-Seebad Rügen“ geplante Empfangshalle, in der täglich 1500 Urlauber empfangen werden sollten. In der DDR diente sie der NVA als Sporthalle. Die Halle ist sonst für Besucher nicht zugänglich.

 

 

 

 18. Mai 10:00 Empfang im Rathaus Sassnitz

Das Dokumentationszentrum Prora veranstaltet zum 14. mal eine Woche der Begegnung zwischen Polen, die während des Zweiten Weltkrieges auf der Insel Rügen Zwangsarbeit leisten mussten, und Schülern von der Insel Rügen.
Zum öffentlichen Empfang der polnischen Zeitzeugen und der Schüler am Donnerstag den 18. Mai um 10:00 Uhr im Rathaus von Sassnitz beim Bürgermeister Herrn Frank Kracht sind Gäste herzlich willkommen.

 

8.5.2017: Aktionstag zum Tag der Kapitulation und Befreiung vom Naziregime
In der Nacht vom 8. zum 9. Mai 1945 wurde mit der Unterzeichnung der Urkunden zur gesamtdeutschen bedingungslosen Kapitulation der Zweite Weltkrieg zumindest in Europa beendet. Das Dokumentationszentrum Prora zeigt Filme, in denen der Krieg und sein Ende thematisiert werden.

11.00 Uhr: „Die Mörder sind unter uns“, Regie: Wolfgang Staudte, Spielfilm, D, 1946 ,s/w, 81 Min. (FSK 6)DieMoerder
Die Holocaust-Überlebende Susanne Wallner (Hildegard Knef) trifft nach ihrer Rückkehr aus dem KZ in ihre Berliner Wohnung auf den Kriegsheimkehrer Hans Mertens (E. W. Borchert). Um seine Kriegserlebnisse zu vergessen, neigt Hans Mertens zu starkem Alkoholkonsum. Er begegnet seinem ehemaligen Vorgesetzten Brückner (Arno Paulsen), der während des sogenannten Ostfeldzuges die Liquidierung eines Dorfes angeordnet hat.

Kommundsiehe

Standbild aus dem film „Komm und siehe“

16.00 Uhr: „Komm und sieh“ (“Иди и смотри“), Regie: Elem Klimow, Spielfilm, Sowjetunion, 1985, 146 Min., in der DDR:“Geh und sieh“ (FSK 16)
Der eindrückliche Antikriegsfilm ist nach der literarischen Vorlage von Ales Adamowitsch mit Alexei Krawtschenko in der Hauptrolle entstanden.
1943 in Weißrussland: Der Jugendliche Florja entscheidet sich, zu den Partisanen zu gehen. Zunächst erlebt er das Leben im Wald und den Kampf gegen die deutschen Besatzer als Abenteuer, doch das hält nicht lange an. Bei einer zwischenzeitlichen Rückkehr in sein Dorf erfährt er, dass mehrere Dorfbewohner bei einer „Vergeltungsaktion“ der SS, des SD und der Polizei erschossen wurden. Seine Mutter und Schwester waren darunter. In einem anderen Dorf wird er Zeuge einer weiteren „Vergeltungsaktion“ der Deutschen; die Bewohner in eine Scheune einschließen und sie lebendig verbrennen. Die Partisanen können die Täter doch noch gefangen nehmen und üben Vergeltung für das begangene Massaker. Florja ist am Ende ein anderer Mensch geworden und um Jahre gealtert.
Die Handlung des Films bezieht sich auf den Massenmord der SS-Sondereinheit Dirlewanger am 22.3. 1943 an den Bewohnern des Dorfes Chatyn. Die Einheit war nach dem SS Oberführer Oskar Dirlewanger benannt, Namen und Orte werden aber in dem Film nicht genannt, die Information, dass 628 Dörfer in Weißrussland auf diese oder ähnliche Weise zerstört wurden, wird am Ende eingeblendet.
Die Filmvorführung ist für die Besucher des Dokumentationszentrums Prora kostenfrei.

 

Sonntag 30. April 2017 15:00 Uhr Vernissage
der grossen Sonderausstellung mit malerischen und zeichnerischen Werken von
Armin Mueller-Stahl

muellerstahl
Am Sonntag, den 30. April, um 15:00 Uhr (Einlass ab 14:00 Uhr) eröffnen wir mit einer Vernissage die Ausstellung „Dreimal Deutschland und zurück“,
eine Retrospektive mit Werken von Armin Mueller-Stahl,
präsentiert von der Galerie Kunstraum Wasserwerk (Glowe)
Programm:
Grußworte:
Patrick Dahlemann, parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern
und der Kurator Günter Christiansen, Galerie Kunstraum Wasserwerk (Glowe)
Laudator: Björn Engholm
Moderation: Katja Lucke, Dokumentationszentrum Prora

 

In Zusammenarbeit der Galerie Kunstraum Wasserwerk (Glowe) und dem Kunsthaus Lübeck werden in dieser Ausstellung auf 600 m² Ausstellungsfläche 300 Arbeiten des Künstlers Armin Mueller-Stahl gezeigt. Gemälde, Aquarelle, Farbradierungen, Zeichnungen in unterschiedlichen Formaten, Mappenwerke und Vorzugsgraphiken mit Buch, die auch erworben werden können.

SchülerInnen des Bergener Gymnasiums stellen am Sonntag ihre Kunstarbeiten vor, die sie anhand der „Blaue(n) Kuh“ von Armin Mueller-Stahl entworfen haben.

Im Rahmenprogramm werden wir täglich eine Filmdokumentation zu Armin Mueller-Stahl zeigen, sowie am 03. Mai um 16:00 Uhr den Film „Nackt unter Wölfen“, Regie Frank Beyer (1963) und am 31.Mai um 16:00 Uhr den Film „Das Spinnennetz“, Regie Bernhard Wicki (1989).

 

 

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Foto: Armin Mueller-Stahl, rechts, als Buchenwald-Häftling André Höfel, und Fred Delmare als Rudi Pippig. (c)DEFA-Stiftung.

Mittwoch 3. Mai um 16:00 Uhr Filmvorführung
„Nackt unter Wölfen“, Regie: Frank Beyer, DDR 1963, 124 Min, nach dem Roman von Bruno Apitz, mit Armin Mueller-Stahl.
Im Rahmen unserer Sonderausstellung mit Malerei von Armin Mueller-Stahl zeigen wir den Film „Nackt unter Wölfen“. Die berühmte Verfilmung des gleichnamigen Romans von Bruno Apitz handelt von einem dreijährigen Jungen, der während der Zeit des Nationalsozialismus im Ghetto geboren wurde und – versteckt im Koffer des polnischen Häftlings Jankowski wenige Wochen vor der Befreiung – ins Konzentrationslager Buchenwald kommt. Das Kind im Lager zu verstecken, ist äußerst schwierig und gefährdet auch die Arbeit der illegalen Widerstandsgruppe. Nachdem das Kind mehrere Tage in der Effektenkammer verborgen wurde, entscheidet der Leiter der illegalen KP-Organisation schweren Herzens, den Polen und das Kind mit dem nächsten Transport ins Vernichtungslager zu schicken. Der Lagerälteste, Walter Krämer, lässt es jedoch nicht zu, und er findet viele Helfer, die sich einfallsreich und mutig für das Kind einsetzen. Im Lager setzen nicht nur kommunistische Lagerinsassen ihr Leben aufs Spiel, um ihn vor der SS zu verbergen. Folter, Tod und auch Verrat gehören zum Lageralltag. Die SS-Mannschaft versucht alles, um den Widerstand der Lagerinsassen zu brechen und will sie kurz vor der Befreiung durch die US-Armee auf den Todesmarsch schicken. Es gelingt den Lagerinsassen, den kleinen Jungen zu retten. Schriftsteller Bruno Apitz schrieb die literarische Vorlage für das Drama. Das Buch wurde nicht nur im Osten Deutschlands ein großer Erfolg, es erschien in mehr als 30 Sprachen. Die DEFA-Verfilmung aus dem Jahr 1963 punktet mit einem hervorragenden Ensemble großer ostdeutscher Darsteller wie Erwin Geschonneck, Fred Delmare und Armin Mueller-Stahl auf der Seite der Häftlinge. Armin Mueller-Stahl beeindruckt mit einer herausragenden Darstellung eines gepeinigten, aber dennoch hoffnungsvollen Menschen.
Die Romanfiguren, die im Buch von Apitz erscheinen, tragen teilweise die Namen von ehemaligen Mitgefangenen von Bruno Apitz, die der Autor auf diese Weise ehren möchte. Der im Roman beschriebene Jungen hat ein Vorbild in der realen Person des Stefan Jerzy Zweig, der als Dreijähriger nach Buchenwald gebracht wurde.

Auszeichnungen
Internationales Filmfestival Moskau
• 1963: Sonder-Silberpreis in der Kategorie Beste Regie: Frank Beyer
Nationalpreis der DDR
• 1963: Nationalpreis I. Klasse für Kunst und Literatur für das Schöpferkollektiv: Frank Beyer, Bruno Apitz, Günter Marczinkowsky und Alfred Hirschmeier
Heinrich-Greif-Preis
• 1964: Heinrich-Greif-Preis I. Klasse für das Schauspielerkollektiv: Gerry Wolff, Herbert Köfer, Erik S. Klein und Wolfram Handel
Prädikat ´besonders wertvoll´ der Filmbewertungsstelle Wiesbaden
1965: Ehrendiplom der Cineparade Melbourne

Die Filmvorführung ist für unsere Besucher kostenfrei.

Sie sind herzlich eingeladen!