Category Archives: Sonderausstellungen

„Levy. Eine Familie aus Bad Sülze“

„Levy. Eine Familie aus Bad Sülze“-Jüdisches Leben in Mecklenburg-Vorpommern,
eine Ausstellung des Salzmuseums Mecklenburg, Bad Sülze

in Zusammenarbeit mit dem Max-Samuel-Haus / Stiftung Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock mit Unterstützung des Museumsverbandes in Mecklenburg-Vorpommern e.V.

In der kleinen mecklenburgischen Stadt Bad Sülze heiraten 1892 Aaron Levy und Ina Engel. Sie bekommen fünf Kinder. 1937 sieht sich die Familie zum letzten Mal. Es folgen Flucht, Deportation und Ermordung durch die Nationalsozialisten. Nur ein Sohn und eine Tochter überleben.

2020 übergeben Enkel und Urenkel den Nachlass der Familie dem Salzmuseum Mecklenburg in Bad Sülze. In der Stadt ihrer Großeltern entsteht zur Erinnerung an die Familie Levy eine Ausstellung im Rahmen des Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“.

 

„Postcriptum – ‚Ostarbeiter‘ im Deutschen Reich“

Foto: Archiv Memorial International

„Postscriptum – ‚Ostarbeiter‘ im Deutschen Reich“

Eine Ausstellung der Gesellschaft Memorial, Moskau
in Zusammenarbeit mit dem Museum Berlin- Karlshorst und dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Schöneweide

Die Ausstellung „Postscriptum“ der Gesellschaft Memorial erinnert an die sowjetischen Frauen, Männer und Kinder, die während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeit für das NS-Regime leisten mussten. Sie wurde im Rahmen eines Bildungsprojekts mit Moskauer Schüler*innen und Studierenden erarbeitet und von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ gefördert.

26 Millionen Menschen aus ganz Europa wurden zur Zwangsarbeit verpflichtet, darunter etwa 9 Millionen aus der Sowjetunion. Nach Schätzungen leisteten 6,4 Millionen in den besetzten sowjetischen Gebieten Zwangsarbeit, weitere 2,8 Millionen wurden in das Deutsche Reich verschleppt. Diese so genannten „Ostarbeiter“ bildeten unter den 13 Millionen Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen im Deutschen Reich die größte Gruppe. Gekennzeichnet mit dem Abzeichen „OST“, waren sie extrem schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen ausgesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhren diese Menschen weder in Deutschland noch in der Sowjetunion eine Anerkennung ihres erlittenen Unrechts.
Die in der Ausstellung präsentierten persönlichen Dokumente und Fotografien sind erstmalig in Deutschland zu sehen.

„Jugend im Gleichschritt!? Die Hitlerjugend zwischen Anspruch und Wirklichkeit“

14.Juli bis 31. Oktober 2022:

„Jugend im Gleichschritt!? Die Hitlerjugend zwischen Anspruch und Wirklichkeit“, eine Ausstellung des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln

Hitlerjungen – in mächtigen Blöcken angetreten. Zehnjährige „Pimpfe“ – im Gleichschritt marschierend. BDM-Mädchen – frenetisch dem „Führer“ zujubelnd. Solche Bilder dominieren heute den Blick auf die Hitlerjugend der Jahre 1933 bis 1945. Mit der damaligen Lebenswirklichkeit hat das wenig zu tun – aber viel mit der Wirkungsmacht und Nachhaltigkeit nationalsozialistischer Propaganda.

Die Wanderausstellung „Jugend im Gleichschritt!? Die Hitlerjugend zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln stellt dem ein deutlich anderes Bild der Hitlerjugend gegenüber: die Vielfalt damaligen Jugendlebens und damit die Heterogenität der NS-Jugendorganisation. Gezeigt wird dies in der Hauptsache an­hand von nie zuvor veröffentlichtem Mate­rial, vieles davon aus Privathand.

Wir bieten Workshops für Schulklassen in der Ausstellung an.

„Baustelle Prora – Die Pläne“

eine Werkausstellung des Dokumentationszentrums Prora, kuratiert von Katja Lucke und Christian Dinse mit erstmals veröffentlichten Dokumenten und Fotos in Kooperation mit dem Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchiv. Fotos aus dem Bestand des bekannten Archives der Holzmann AG, einem Fotoalbum eines jungen Bauingenieurs aus dem Büro der damaligen Bauleitung und Pläne des zentralen Statikers des „KdF-Seebades“, Adolf Leber, werden aktuellen Fotos von Prora gegenüber gestellt.

Grenzerfahrungen

„Grenzerfahrungen – Wie Europa gegen Schutzsuchende aufrüstet“

Der Förderverein PRO ASYL e.V. hat gemeinsam mit Pax Christi und der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden eine neue Plakat-Austellung entwickelt. Sie zeigt auf 16 Einzelplakaten, wie in der Politik der Europäischen Union die Externalisierung von Flüchtlingen, die Abschottung der Außengrenzen sowie die militärischen und geopolitischen Interessen ineinandergreifen. Verhängnisvoll ist dies vor allem für schutzsuchende Menschen, die mit ihrem Recht auf Asyl an einer restriktiven Politik scheitern. Vor 70 Jahren trat die Genfer Flüchtlingskonvention in Kraft – aktuell ist es höchste Zeit, die universelle Gültigkeit der Flüchtlings- und Menschenrechte gemeinsam zu verteidigen.