„Die Körper der SS – Ideologie, Propaganda und Gewalt“

Mit der Wiedereröffnung wird auch erstmals die neue Sonderausstellung „Die Körper der SS – Ideologie, Propaganda und Gewalt“ zu sehen sein.
Die Ausstellung nimmt die Körperbilder, Körpervorstellungen und Körperideale des Nationalsozialismus im Allgemeinen und der SS im Besonderen in den Blick.
Dieser Ansatz nimmt Forschungsstränge auf, die in den vergangenen Jahren, etwa in der Dissertation von Paula Diehl unter dem Titel „Macht – Mythos – Utopie.
Die Körperbilder der SS-Männer“, breitere Beachtung gefunden haben. Ziel der Ausstellung ist einerseits, das körperbasierte Denken in der Ideologie des Nationalsozialismus im Allgemeinen sowie der SS im Speziellen darzustellen und andererseits die Auswirkungen dieses  enschenverachtenden Denkens auf die von den Nationalsozialisten definierten „Gegner“ des Systems beispielhaft und biographisch zu ergründen. Die Definition der angeblichen „Gegner“ wurde dabei im Grundsatz ebenso durch körperliche Merkmale vorgenommen oder zumindest begründet, wie die Definition der „Volkszugehörigen“.

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„SS-Fechter“: © Kreismuseum Wewelsburg, Foto: Hellmeier & Friedenberger 2008