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Veranstaltungen 2018

 

 

16. August 2018 17:00 Uhr 
Eröffnung der Sonderausstellung „Kinder im Versteck“

»Kinder im Versteck. Verfolgt. Untergetaucht. Gerettet? Berlin 1943-1945« zeigt die Geschichten von fünf jüdischen Kindern, die sich wie Anne Frank vor der Verfolgung der Nationalsozialisten versteckten.

Drei der fünf Porträtierten überlebten die Judenverfolgung im Versteck. Die Biografien eröffnen einen intensiven Zugang zur Geschichte der Judenverfolgung und stehen beispielhaft für das Schicksal eines Lebens in Illegalität. Die Überlebenden erzählen im Wissen um die vielen Menschen, die nicht überlebten.

 

 

Vergangene Veranstaltungen 2018:

14. August 2018 18:00

Vortrag von Prof. Dr. Magnus Brechtken zu Albert Speer

Im Rahmen unserer Sonderausstellung „Albert Speer in der Bundesrepublik“ hält Prof. Dr. Magnus Brechtken, Autor der bahnbrechenden Biographie „Albert Speer, Eine deutsche Karriere“ einen Vortrag über Albert Speers Rolle in der NS-Zeit und danach.

Seit 1931 NSDAP-Mitglied und bald ein Vertrauter Hitlers, wurde Albert Speer rasch zum Architekten des Rassenstaates. Im Krieg engagierte er sich als Rüstungsminister unermüdlich für den totalen Kampf und die Vernichtungsmaschinerie. Gleichwohl behauptete er nach Kriegsende, stets distanziert, ja eigentlich unpolitisch und gar kein richtiger Nazi gewesen zu sein. Magnus Brechtken zeigt, wie es Speer gelang, diese Legende zu verbreiten, und wie Millionen Deutsche sie begierig aufnahmen, um sich selbst zu entschulden.
Brechtken, renommierter Zeithistoriker und stellvertretender Direktor des Münchner Instituts für Zeitgeschichte, beschreibt nicht nur, wie markant Speers Stilisierung als angeblich unpolitischer Techniker den historischen Tatsachen widerspricht. Auf der Basis jahrelanger Recherchen und vieler bislang unbekannter Quellen schildert er zugleich, wie Millionen Deutsche Speers Fabeln mit Eifer übernahmen, um sich die eigene Vergangenheit schönzureden, und wie sehr Intellektuelle, namentlich Joachim Fest und Wolf Jobst Siedler, diese Legendenbildung unterstützten. Die verblüffende Biographie eines umtriebigen Manipulators – und zugleich ein Lehrstück für den deutschen Umgang mit der eigenen Geschichte.

Magnus Brechtken, geboren 1964, wurde an der Universität Bonn im Fach Geschichte
promoviert und lehrte an den Universitäten Bayreuth, München und Nottingham. Seit 2012
ist er stellvertretender Direktor des Münchner Instituts für Zeitgeschichte und Professor an
der Universität München. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen der Nationalsozialismus, die Geschichte der internationalen Beziehungen und die historische
Wirkung politischer Memoiren.

„Seit Langem erwartet wird die erste große kritische Speer-Biografie. Jetzt hat sie
Magnus Brechtken (…) verfasst. Ihm gelingt eine fulminante Dekonstruktion.“
Die Welt

17. Mai 2018 17:00 Uhr

Eröffnung der Sonderausstellung

„Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit.“

Eine Ausstellung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte München.

Albert Speer war in der NS-Zeit als erster Architekt des Reiches verantwortlich für Großprojekte wie das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg und die Umgestaltung Berlins.

Er zählte zu Hitlers engsten Vertrauten, 1942 wurde er Rüstungsminister. 1946 verurteilten ihn die Alliierten im Nürnberger Prozess zu zwanzig Jahren Haft. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis in Berlin – Spandau 1966 konnte Speer durch zahlreiche Interviews und Publikationen seine bei Kriegsende entworfene und weiter ausformulierte Legende in die Öffentlichkeit tragen: Er hätte von den NS-Verbrechen nichts gewusst und sei, von der Aura Hitlers verführt, in Krieg und Judenmord unbeteiligt hineingeraten. Dokumente belegen, dass Albert Speer als einer der Haupttäter des nationalsozialistischen Regimes maßgeblich an der Judenverfolgung und an den Verbrechen in den Konzentrationslagern beteiligt war.

Die Ausstellung wird in dem alten Tanzsaal der benachbarten ehemals „größten Disko Rügens“ (M3) präsentiert, der zu NS-Zeiten als Theater und Kaffeehaus geplant und im Rohbau umgesetzt wurde, und ausnahmsweise aus diesem Anlass geöffnet werden kann.

 

13. Mai 2018 Internationaler Museumstag

Am 13. Mai ist in diesem Jahr der Internationale Museumstag.
Das Dokumentationszentrum Prora bietet für seine Besucher und Besucherinnen an diesem Tag bei ermäßigtem Eintritt in die Ausstellungen kostenfrei Rundgänge auf dem Gelände der historischen Anlage des „KdF-Seebades Rügen“ in Prora an, in die zu NS- Zeiten gebaute „Empfangshalle“ (zu DDR-Zeiten vorwiegend als Sporthalle genutzt), einen Teil des Bettenhauses (Block III) und den landseitigen Theaterbau, zuletzt als „Rügens größte Diskothek“ genutzt . Diese Gebäudeabschnitte sind nur ausnahmsweise im Rahmen dieser Rundgänge zu besichtigen, weil sie aus baulichen Gründen ansonsten nicht zugänglich sind.
Die Rundgänge starten bei uns um 11:15, 14:00 und 16:00 Uhr und dauern etwa zwei Stunden.

Bild: Landseitiger Theaterbau und Kaffeehaus im Rohbau, 1939. In der DDR-Zeit „Haus der Armee“, bis vor wenigen Jahren Diskothek „M3“.
(c) Berlin Brandenburgisches Wirtschaftsarchiv,
U5/3 Bildarchiv der Philipp Holzmann AG/
Hauptverband der DeutschenBauindustrie e.V.

 

26. April 2018 17:00 Uhr

Eröffnung der Sonderausstellung

„Seid wachsam, daß über Deutschland nie wieder die Nacht hereinbricht.“
Gewerkschafter in Konzentrationslagern 1933-1945

Eine Ausstellung der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, des Otto-Suhr-Instituts der Freien Universität Berlin und der Hans-Böckler-Stiftung.

Die Ausstellung stellt die Schicksale von 16 Gewerkschaftsmitgliedern in den Mittelpunkt, die das harte Schicksal einer KZ-Haft erdulden mussten und zum Teil nicht überlebten. Viele der in Konzentrationslagern inhaftierten Gewerkschafter schlossen sich bereits wenige Monate nach der Machtergreifung Widerstandsgruppen an. Während die einen in gewerkschaftlichen Widerstandsgruppen mitarbeiteten, engagierten sich zahlreiche andere Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen insbesondere in sozialdemokratischen und kommunistischen Widerstandsgruppen.

 

 

19. Januar 17:00 Ausstellungseröffnung

„Von Prora hinter die Fronten –
Vergessene Opfer deutscher Polizeibataillone“

Am 19. Januar eröffnen wir zum ersten Mal seit mehreren Jahren wieder eine neue Ausstellung, die vom Dokumentationszentrum Prora selbst erstellt wurde: „Von Prora hinter die Fronten – Vergessene Opfer deutscher Polizeibataillone“. Mit einer Förderung durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ können wir die Geschichte von Polizeibataillonen präsentieren, die zeitweise in Prora ausgebildet wurden und später in verschiedenen besetzten Ländern Europas eingesetzt waren.

Die meisten Polizeieinheiten gingen von Prora über den Hafen Sassnitz zunächst nach Norwegen, später in die Sowjetunion, Polen, die Niederlande und Griechenland. Die Polizisten deportierten Juden, bekämpften tatsächliche oder angebliche Partisanen, sie nahmen sowjetische Soldaten gefangen und brachten sie in Gefangenenlager. Die sowjetischen Kriegsgefangenen waren nach den Juden, von denen rund sechs Millionen ermordet wurden, die zweitgrößte Opfergruppe nationalsozialistischer Verfolgungs- und Vernichtungspolitik. Rund 3,3 Millionen von ihnen starben in deutscher Gefangenschaft, sie gehören heute immer noch zu den weitgehend vergessenen oder ausgeblendeten Opfergruppen. Deshalb haben wir sie zu einem Schwerpunkt der Ausstellung gemacht.

Die Ausstellung, kuratiert von unserem wissenschaftlichen Mitarbeiter Marco Esseling, dokumentiert die Ausbildung der Polizisten und ihre Einsätze auf 16 Tafeln mit zahlreichen Fotos. Ergänzt wird sie durch Fotoalben von Polizisten, z.T. erstmals gezeigte Filmdokumente und Erinnerungen von Opfern, um auch diesen eine Stimme zu geben.