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Veranstaltungen 2019

 

14.11. 16:00 Uhr:Kleine Germanen“
Dokumentarfilm, Deutschland, Österreich, 2018, 86 Min, Regie: Frank Geiger, Mohammad Farokhmanesh

mit anschließender Podiumsdiskussion mit dem Regisseur Mohammad Farokhmanesh und Hartmut Gutsche (Regionalzentrum für demokratische Kultur Vorpommern-Rügen), moderiert von Katja Lucke (Dokumentationszentrum Prora)

 

„KLEINE GERMANEN“ macht in einer ungewöhnlichen Verbindung aus Dokumentar- und Animationsfilm auf ein kaum aufgearbeitetes Problem unserer Gesellschaft aufmerksam, das mit Blick auf die rechten Gewaltausschreitungen der letzten Zeit aktueller denn je ist: Kinder, die in einem demokratiefeindlichen Umfeld aufwachsen und nach dogmatischen Prinzipien rechtsextremer Ideologie erzogen werden. Der Dokumentarfilm blickt aber auch über die traditionellen Strukturen rechtsextremer Gruppierungen hinaus in einen Teil unserer Mittelstandsgesellschaft, der immer stärker von rechtspopulistischen Strömungen geprägt ist – und konfrontiert den Betrachter mit Protagonisten, die ihre Kinder im Geist einer demokratiefeindlichen Welt erziehen. Die Animationsgeschichte zieht sich als „roter Faden“ durch den Film und erzählt das tragische Leben der persönlich betroffenen Elsa nach: Als Kind hat sie mit dem geliebten Opa Soldat gespielt. Mit ausgestrecktem rechten Arm hat sie „Für Führer, Volk und Vaterland!“ gerufen und war ganz stolz darauf. Heute blickt sie auf eine Kindheit zurück, die auf Hass und Lügen gebaut war und versucht zu verstehen, was diese Erziehung aus ihr und ihren eigenen Kindern gemacht hat.“
(Quelle: Little Dream Entertainment)

 

Unser ausführliches Veranstaltungsprogramm für das Jahr 2019 können Sie auch hier als PDF anschauen oder herunterladen. 
 

Vergangene Veranstaltungen 2019:

Zu den „Tagen der politischen Bildung in MV“ (26.9. bis 28.9.):

28.9. um 10:30 Uhr:

Rundgang zur Geschichte des „KdF-Seebades“ in Prora

Der Rundgang führt in die Ausstellung, den ehem. Theaterbau und das Gelände. Die Geschichte des „KdF-Seebades“, seine Entwicklung bis heute und die Frage des Umgangs mit der historischen Anlage.

28.9. um 15:00 Uhr:

Vortrag mit Diskussion: Life-Style, Symbole und Codes von neonazistischen und rechtsextremen Gruppen

Der Vortrag informiert über den aktuellen Stand rechtsextremer Codes und Symbole als auch verschiedener Gruppierungen und bietet Diskussion zur Frage des Umgangs damit.

 

8.9.:
Tag des offenen Denkmals:
„Umbrüche in Kunst und Architektur“

Blick in die geplante Empfangshalle. Foto: Marco Esseling, 2019

Das Dokumentationszentrum Prora bietet für seine Besucher*innen an diesem Tag bei ermäßigtem Eintritt in die Ausstellungen kostenfrei drei Rundgänge auf dem Gelände der als „KdF-Seebad Rügen“ geplanten historischen Anlage in Prora an. Die zu NS- Zeiten gebaute „Empfangshalle“ wird zugänglich sein, die zu DDR-Zeiten vorwiegend als Sporthalle und nach der Wende u.a. zum Skaten genutzt wurde. Zu besichtigen ist auch der landseitige „Theaterbau“, der zuletzt als „Rügens größte Diskothek“ genutzt wurde, aber bereits seit drei Jahren geschlossen ist und demnächst saniert werden soll. Noch gibt es Gelegenheit, diese historischen Spuren vor den anstehenden baulichen Veränderungen zu sehen. Die „Empfangshalle“ ist nur ausnahmsweise im Rahmen dieser Rundgänge zu besichtigen, weil sie aus baulichen Gründen ansonsten nicht zugänglich ist.

Die Rundgänge starten um 11:15 Uhr, 14:00 Uhr und 16:00 Uhr
und dauern etwa 2 Stunden. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.
(prora[at]prora.eu, 038393/13991)

15. August um 18:00 Uhr: „Warum wir so gefährlich waren. Geschichten eines inoffiziellen Gedenkens“, ein Interviewfilm, 2006, 50 Minuten; Regie: Songül Bitis, Samira Mahmud, Colin Müller und Marie Schlingmann, mit Zeitzeug*innengespräch.

In dem Film erzählen Bettina Dziggel, Marinka Körzendörfer, Marina Krug und Susanne Lück von den zahlreichen Versuchen der Ostberliner Gruppe Lesben in der Kirche (LiK) (1982–1986), an Gedenkveranstaltungen im ehemaligen Frauenkonzentrationslager in Ravensbrück teilzunehmen. Die Lesbengruppe widmete sich in den 1980er Jahren dem Anliegen, das Schicksal von im Nationalsozialismus verfolgten lesbischen Frauen sichtbar zu machen.

Bettina Dziggel ist für das Zeitzeug*innengespräch unser Gast. Die Veranstaltung gehört zum Rahmenprogramm der Sonderausstellung „Wir* hier! (…)“.

1. August 15:00 Uhr im  Kurpark Binz(!)

„Eine* von uns“ – Lesung mit der Autorin Karen-Susan Fessel

Im Rahmen der im Dokumentationszentrum Prora gastierenden Ausstellung „Wir*Hier! Lesbisch, schwul und trans* zwischen Hiddensee und Ludwigslust“ lädt Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern e.V. zu einer Lesung der Broschüre „Eine* von uns“. Die Textsammlung „Eine* von uns“ ist großteils in einem Schreibseminar mit der Autorin Karen-Susan Fessel entstanden. Darin werfen Menschen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Identität einen selbstbestimmten Blick auf queere – lesbische, schwule, trans* und intersexuelle – Alltagsgeschichten in Mecklenburg-Vorpommern. Einfühlsam erzählen sie von Solidarität und Liebe sowie von Diskriminierung und Verletzungen.

25. Juli um 17.00 Uhr Eröffnung der Sonderausstellung

Führungen in der Sonderausstellung: 8.8./ 22.8./ 29.8./ 5.9. um 15.00 Uhr

12. Juli  18:00 Uhr Lesung „Schonzeit vorbei“ mit Diskussion

Die Autorin Juna Grossmann liest aus ihrem neuen Buch „Schonzeit vorbei. Über das Leben mit dem alltäglichen Antisemitismus“. Anschließend besteht die Möglichkeit zum Gespräch. Juna Grossmann arbeitet in einer NS-Gedenkstätte und beobachtet seit Jahren, wie offene judenfeindliche Angriffe zunehmen, lauter werden, bedrohlicher. In ihrem Buch schildert die jüdische Deutsche das Leben unter permanenten antisemitischen Beschuss.
Die Lesung wird gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

23. Mai 18:00 Uhr Vortrag „Aktion 1005“ mit Nachgespräch

Der Historiker Andrej Angrick stellt sein neues Buch zur „“Aktion 1005″. Spurenbeseitigung von NS-Massenverbrechen 1942-1945″ “ vor. Dies war eine Tarnbezeichnung für die Spurenbeseitigung der Massengräber mit Hunderttausenden Menschen, die von Einsatzgruppen und Polizeibataillonen in der besetzten Sowjetunion ermordet worden waren.
Der Vortrag gehört zum Rahmenprogramm unserer Sonderausstellung „Massenerschießungen. Der Holocaust zwischen Ostsee und Schwarzem Meer 1941-1944“.

 

19. Mai Internationaler Museumstag

11:15, 14:00 und 16:00 Uhr kostenlose Rundgänge durch sonst nicht zugängliche Teile der Gebäude in Prora, wie dem geplanten Theaterbau, bis vor wenigen Jahren „Rügens größte Disco“, und die geplante „Empfangshalle“, zu DDR-Zeiten Sporthalle der NVA (Foto).
Bitte melden Sie sich unter 038393/13991 oder prora@prora.eu an.

8. Mai Filmprogramm

Am 8. Mai, dem Jahrestag der Deutschen Kapitulation am 8. Mai 1945 und dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa, zeigen wir historische Filme zum Thema. Das Programm erfahren Sie vor Ort.

11. April 2019 17:00 Uhr Eröffnung der Sonderausstellung
„Massenerschießungen.
Der Holocaust zwischen Ostsee und Schwarzem Meer 1941-1944″

17. und 20. April sowie 19. Juli um 17.00 Uhr: Filmvorführung „Die Mission“

Im Rahmenprogramm der Sonderausstellung „Geschlossene Grenzen“ zeigen wir den Spielfilm „Die Mission“ von Ludwig Cremer, Deutschland 1966.

Auf Intention von US-Präsident Roosevelt treffen sich im Sommer 1938 Delegierte aus 32 Ländern, um im französischen Badeort Evian-les-Baines bei Genf darüber zu beraten, wie man den Juden und den anderen Verfolgten des Nazi-Regimes helfen könnte. Auch der Heilige Stuhl und jüdische Hilfsorganisationen haben Vertreter geschickt….  (Text © JO, Die Krimihomepage).
Das Fernsehspiel entstand nach dem gleichnamigen Roman von Hans Habe. Der Autor hat selbst als Korrespondent des Prager Tagblattes an der Konferenz teilgenommen. Während das Buch in der Schilderung des Verhandlungsverlaufes authentisch ist, hat Habe das Schicksal einzelner Personen frei gestaltet.

 

14. März 17:00 Uhr Eröffnung der Sonderausstellung

„Geschlossene Grenzen – Die internationale Flüchtlingskonferenz in Évian 1938“

Weitere Informationen zur Ausstellung siehe hier:
 
Im Rahmenprogramm dieser Ausstellung zeigen wir den Film „Die Mission“
am 17. April, 20. April und 19. Juli um 17:00 Uhr